Kap Verde schreibt WM-Geschichte: Einzug ins Sechzehntelfinale
Kap Verde erreicht K.o.-Runde bei WM 2026

Kap Verde hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 für eine Sensation gesorgt. Der krassen Außenseiter zog nach einem 0:0-Unentschieden gegen Saudi-Arabien als Zweiter der Gruppe H in die K.o.-Runde ein. Damit setzt sich das WM-Märchen des Inselstaates fort. Im Sechzehntelfinale am 3. Juli in Miami trifft Kap Verde auf Titelverteidiger Argentinien um Superstar Lionel Messi.

Die Mannschaft von Trainer Pedro Leitão Brito, genannt Bubista, blieb im dritten Vorrundenspiel erneut ungeschlagen. Es war das dritte Unentschieden in Folge – eine beeindruckende Leistung für einen WM-Neuling. Zeitgleich besiegte Spanien Ex-Weltmeister Uruguay, was Kap Verdes Aufstieg perfekt machte.

Spielverlauf: Zähes Ringen mit wenigen Höhepunkten

Die Partie in Dallas begann mit einer kuriosen Szene in der 12. Minute: Ein Abwehrschlag der Kapverdianer traf Schiedsrichter François Letexier. Statt eines Schiedsrichterballs erhielt Saudi-Arabien den Ball, da es als ballbesitzende Mannschaft galt – eine seit dieser WM geltende Regeländerung. Zwei Minuten später kam es erneut zu einer Kollision mit dem Unparteiischen, als dieser rückwärtslaufend mit Jamiro Monteiro zusammenstieß.

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In der 31. Minute musste Saudi-Arabiens Verteidiger Hassan Tambakti verletzt ausgewechselt werden. Er hatte sich bei einer Abwehraktion unglücklich vertreten und wurde von sechs Helfern auf einer Trage vom Feld getragen.

Jubel bei den kapverdischen Fans

Kurz vor der Halbzeitpause jubelten die kapverdischen Anhänger: Spanien erzielte das 1:0 gegen Uruguay, womit Kap Verde in der Tabelle auf den zweiten Platz vorrückte. Die zweite Halbzeit war geprägt von einer Trinkpause in der 69. Minute, während das Stadion mit Bon Jovis „Living on a Prayer“ für Stimmung sorgte.

Die größte Chance des Spiels hatte Kap Verde in der 74. Minute: Ein Zauberpass von Nuno Da Costa erreichte Laros Duarte, der frei vor dem Tor an Saudi-Keeper Mohammed Al-Owais scheiterte. In der Nachspielzeit (90.+2) vergab Saudi-Arabien die letzte Möglichkeit, als Torwart Vozinha, dessen Mutter auf der Tribüne mit einem Fähnchen feierte, den Flachschuss entschärfte.

Bubista: Der Architekt des Erfolgs

Trainer Pedro Leitão Brito, Spitzname Bubista, ist seit Januar 2020 im Amt. Er führte die „Blue Sharks“ zur ersten WM-Teilnahme der Verbandsgeschichte und wurde dafür zum afrikanischen Trainer des Jahres 2025 gekürt. Nun steht er mit seiner Mannschaft in der K.o.-Runde – ein unglaublicher Erfolg für den kleinen Inselstaat.

Vor dem Anpfiff gab es eine Schweigeminute für die Erdbebenopfer in Venezuela. Saudi-Arabien schied als Gruppenletzter aus, während Kap Verde weiter von einem noch größeren Märchen träumt.

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