Johannes B. Kerner (61) erlebte bei der WM in den USA einen Moment, der ihm buchstäblich die Sprache verschlug. Nach dem 2:0-Sieg Argentiniens gegen Österreich umarmte Superstar Lionel Messi den Moderator – ein Clip, der auf Social Media rasant die Runde macht. „Mir ist fast der Salat aus dem Mund gefallen“, gestand Kerner im Gespräch mit BILD.
Kerner über die virale Szene: „Ich habe mich selbst in der Wiederholung gesehen“
Der Moment ereignete sich nach dem Abpfiff. Messi, der mit zwei weiteren Toren zum ewigen Rekordtorschützen der WM aufstieg, klatschte zunächst mit Jürgen Klopp (59) und Thomas Müller (36) ab – und dann mit Kerner. Der Moderator, der für Magenta TV die WM-Sendungen moderiert, war selbst überrascht, als er die Szene später am Flughafen in Dallas auf einem Riesenmonitor sah. „Ich habe nach dem Spiel am Flughafen gesessen und einen Salat gegessen. Da hängen so Riesemonitore, auf denen der Worldfeed der Fifa läuft. Und da habe ich mich ein bisschen erschrocken. Da ist mir fast der Salat wieder aus dem Mund gefallen, als ich mich da selbst in der Wiederholung gesehen habe. Klopp, Messi und Müller sind schon in Ordnung, aber dass ich dabei war, war außergewöhnlich. Ein besonderer Moment“, erzählte Kerner.
Reaktionen der Kinder: „Papa, krass“
Auch seine Kinder reagierten auf den viralen Clip. Kerner verriet: „Ja, tatsächlich bin ich ein paar Mal angesprochen worden. Viele Leute haben mir ziemlich viele Emojis geschickt. Und ich habe sogar Nachrichten von meinen Kindern bekommen.“ Was sie schrieben? „Ich habe ein sehr langgezogenes ,Wow‘ bekommen und ein ,Papa, krass‘. Also ich würde mal sagen: Ich bin im Ansehen meiner Kinder gestiegen. Das regelt sich aber innerhalb von 24 Stunden wieder (lacht).“
Kerner, Klopp und Müller: Die Knuddel-Könige der WM
Kerner, Klopp und Müller entwickeln sich immer mehr zu den Knuddel-Königen der WM. Immer wieder kommen Spieler während und nach den Partien auf das Trio zu, tauschen Umarmungen aus oder suchen das Gespräch. So war es auch bei England-Trainer Thomas Tuchel (52) und Holland-Star Virgil van Dijk (34), denen Müller und Klopp eine dicke Umarmung verpassten.
Messi: „An den Geruch kann ich mich nicht erinnern“
Auf die Frage, wie Messi nach dem Spiel gerochen habe, antwortete Kerner mit Humor: „Ich habe ,Felicidades‘ gesagt und ihm gratuliert. Da hat er sich noch mal umgedreht. An den Geruch kann ich mich nicht erinnern.“
Was Kerner Messi fragen würde: „Nur kurz über Fußball, dann über den Menschen“
Kerner moderiert für Magenta TV auch den Podcast „Kerners 11“. Was würde er Messi fragen, wenn er einmal Gast wäre? „Ich würde auf jeden Fall nur kurz über Fußball reden und dann über den Menschen, weil ich das so unglaublich finde, wie der über so lange Zeit diese Präsenz hat. Und du darfst ja nicht vergessen: Der ist ja nicht nur im Fußballstadion Messi, sondern an jedem Ort der Welt ist er Messi. Und das ist wirklich außergewöhnlich.“
Eine besondere Messi-Anekdote aus dem Urlaub
Kerner erinnerte sich an eine Begegnung vor einigen Jahren auf Ibiza: „Ich habe mal einen Hafenspaziergang auf Ibiza gemacht. Da kam dann so ein schwarzer Bus vorgefahren, parkte direkt vor einem Boot und Messi stieg aus. Dann hat er ganz liebevoll erst mal seine Frau und sein damals kleines Kind an Bord gebracht und ist dann zurückgekommen. Für die fünf Meter vom Auto bis zum Boot hat er sich ungefähr eine halbe Stunde Zeit genommen, hat jedes Foto mit jedem Kind, mit jedem Erwachsenen gemacht. Das war so außergewöhnlich zu sehen. Das habe ich selten erlebt. Eigentlich nur bei Franz Beckenbauer. Und jetzt bei Jürgen (Klopp) und Thomas (Müller). Die nehmen sich auch für jeden Zeit.“
Zusammenarbeit mit Klopp und Müller: „Feuerwerk“
Kerner schwärmte auch von der gemeinsamen Arbeit mit Klopp und Müller: „Die Magenta-Analysen mit Thomas und Jürgen, das ist schon Feuerwerk. Das macht großen Spaß. Da musst du hellwach sein, weil in jedem Halbsatz etwas stecken kann, auf das du eingehen musst.“ Und man müsse immer bereit sein für die nächsten Umarmungen – denn die Weltstars kämen schneller vorbei, als man denke.



