Kevin Sessa ist die Überraschung der Hertha-Vorbereitung. Der Mittelfeldspieler, der in 44 Pflichtspielen für den Hauptstadtklub noch ohne Torerfolg ist, hat sich im defensiven Mittelfeld als Balleroberer und sogar als Torschütze empfohlen. Im dritten und letzten Jahr seines Vertrages scheint der 26-Jährige den Durchbruch geschafft zu haben – Trainer Stefan Leitl setzt ihn nun als gesetzte Größe ein.
Trainer Leitl schwärmt von Sessas Verfassung
Leitl zeigt sich begeistert vom Deutsch-Argentinier: „Insgesamt ist Kevin momentan in wirklich herausragender Verfassung, und ich hoffe, dass er das beibehalten kann.“ Der 48-Jährige erwartet, dass Sessa diese Leistungen auch in den Pflichtspielen abruft. Bislang glänzte Sessa vor allem in Testspielen, in der Pflicht konnte er diese Konstanz vermissen lassen. „Ich versuche, diesen Schwung aus der Vorbereitung mitzunehmen und Gas zu geben“, sagt Sessa selbstkritisch.
Der Weg an Eichhorn vorbei
In der Vorsaison kam Sessa an Wunderkind Kennet Eichhorn nicht vorbei. Der 17-Jährige wechselte für neun Millionen Euro zu Bayer Leverkusen und blockierte Sessas Weg in die Startelf. Nun hat sich die Konkurrenzsituation verändert. Sessa: „Es haben uns starke Spieler verlassen. Aber Konkurrenz gehört im Fußball auch immer dazu. Für mich geht es darum, meine Leistungen zu bringen und mich im Training und in den Spielen anzubieten.“
Mit seiner aktuellen Form hat Sessa die Nase vorn. Der defensive Mittelfeldspieler präsentiert sich nicht nur laufstark, sondern auch torgefährlich – ein Aspekt, der ihm in seiner bisherigen Hertha-Karriere fehlte. In 44 Einsätzen (alle Wettbewerbe) gelang ihm noch kein Treffer, ein Negativrekord, den er nun brechen will.
Das auffällige Tattoo: Hommage an Messi
Optisch fällt Sessa durch ein großes Oberschenkel-Tattoo auf. Es zeigt ihn selbst als jungen Spieler mit der Rückennummer 10. „Das soll ich selbst als junger Sessa sein. Mit der Rückennummer zehn. Weil ich ein riesiger Fan von Messi bin und die Zehn meine Lieblingszahl ist“, erklärt Sessa. Das Kunstwerk ziert fast das gesamte rechte Bein und wurde vor zwei Jahren fertiggestellt.
Vorfreude auf den Saisonstart in Bochum
Besonders heiß ist Sessa auf den Zweitliga-Auftakt am 7. August im Ruhrstadion bei Bochum. „Das Ruhrstadion in Bochum ist ein geiles Stadion. Ich mag es, dort zu spielen. Vor allem haben wir wieder das Eröffnungsspiel, 20.30 Uhr – das macht Spaß und ist große Motivation.“ Mit einem Platz in der Startelf und dem ersten Sieg? Sessa ist zuversichtlich: „Wir können alles, wenn wir wollen. Wir müssen es nur auf den Platz bekommen, was wir können.“ Genau das ist ihm bisher in Pflichtspielen nicht durchgängig gelungen – jetzt soll sich das ändern.



