Klinsmann hat Mitleid mit Nagelsmann in der Neuer-Debatte
Klinsmann hat Mitleid mit Nagelsmann in der Neuer-Debatte

Die Diskussion um eine mögliche Rückkehr von Manuel Neuer ins deutsche Tor sorgt für Unruhe im Umfeld der Nationalmannschaft. Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht sich zunehmender Kritik ausgesetzt, weil er die Kommunikation um die Torhüterfrage nicht klar führt. Lothar Matthäus, Matthias Sammer, Uli Hoeneß, Oliver Kahn und Jens Lehmann haben sich dazu geäußert.

Im Kern geht es nicht um die sportliche Frage, ob Neuer oder Oliver Baumann die Nummer eins sein soll. Neuers Qualität ist unbestritten, trotz aktueller muskulärer Probleme. Vielmehr steht Nagelsmanns Kommunikationsstil im Fokus. Matthäus schrieb in einer Kolumne: „Rein sportlich ist diese Überlegung für mich absolut nachvollziehbar. Was mir allerdings nicht gefällt, ist die Art und Weise der Kommunikation.“

Nagelsmann hatte monatelang betont, dass Neuers Rücktritt nach der EM 2024 feststehe und Baumann die Nummer eins sei. Nun scheint er diese Position zu überdenken. Kahn kritisierte im „Doppelpass“: „Wie glaubwürdig, wie verlässlich, sind denn jetzt Aussagen, wenn sie hier in Zukunft kommen.“ Er selbst war 2006 von Jürgen Klinsmann kurz vor der WM degradiert worden.

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Jens Lehmann sprach in der „Bild“-Zeitung von einem „Vertrauensbruch“. Die Debatte wird dadurch erschwert, dass nur Insider die internen Gespräche kennen. Nagelsmann beteuert, mit seiner Kommunikation im Reinen zu sein. Er habe noch keinen Spieler kontaktiert, sagte er am Samstag im ZDF.

Der Kader soll am Donnerstag verkündet werden. Statt der erhofften WM-Euphorie hat Nagelsmann nun eine hitzige Debatte ausgelöst. Klinsmann, der Kahn 2006 degradierte, äußerte Mitleid mit Nagelsmann: „Es ist eine schwierige Situation für ihn.“

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