Jürgen Klopp (59) steht vor einem Wechsel zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) als neuer Bundestrainer. Die Gespräche zwischen Klopp, seinem Arbeitgeber Red Bull und der DFB-Spitze sollen Ende dieser Woche in die entscheidende Phase gehen. Branchenkenner gehen von einer Einigung aus. Damit wäre Fußball-Deutschland versorgt, doch der Fußball-Arm des Red-Bull-Konzerns mit Flaggschiff RB Leipzig braucht einen neuen sportlichen Boss. Laut Sportbild ist Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche (45) der heiße Kandidat für die Nachfolge.
Interne Hierarchie bei Red Bull: Zwei Säulen sichern Stabilität
Ein Abgang Klopps würde Red Bull in der Fußball-Sparte nicht ungeschützt zurücklassen. Klopps Sport-Team umfasst 15 Mitarbeiter; wer davon mit zum DFB wechselt, ist noch offen. Die kaufmännische Chefetage bleibt jedoch vollständig an Bord. Die Budgets und Abläufe in den Standorten neben Leipzig – das der 50+1-Regel unterliegt – wie bei den Mehrheitsvereinen New York Red Bulls, RB Bragantino (Brasilien) und Omiya Ardija (Japan) sowie den Minderheitsbeteiligungen in Paris, Leeds und Salzburg (als Hauptsponsor) sind abgesichert. Dies liegt an der Aufteilung der Konzernstruktur in zwei wesentliche Säulen: den sportlichen und den kaufmännischen Bereich.
Zusammenarbeit zwischen Klopp und Scholz
Klopp berichtet als „Head of Global Soccer Sport“ direkt an Red-Bull-CEO Oliver Mintzlaff. In dieser Funktion arbeitet er eng mit Leipzigs Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer zusammen, was alle Trainer in den Standorten betrifft und beratend in die Kaderplanung hineinreicht. Sein Pendant auf der kaufmännischen Ebene ist Florian Scholz (Head of Global Soccer commercial), der ebenfalls direkt an Mintzlaff berichtet. Scholz sind die CEOs und kaufmännischen Geschäftsführer der Standorte unterstellt, an denen Red Bull Mehrheitsanteile hält. In Leipzig arbeitet Scholz unter anderem direkt mit CEO Tatjana Haenni und den administrativen Geschäftsführern zusammen. Seine Verantwortung umfasst alle Prozesse, Strukturen und Themen außerhalb des Platzes bei den Vereinen.
Gemeinsame Entscheidungen bei Personalien und Budget
Klopp und Scholz geben gemeinsam Personalien und Spieler frei – sowohl sportlich als auch budgetär. Diese Regelung gilt zumindest so lange, bis der Vertrag als Bundestrainer offiziell unterschrieben ist. Sollte Klopp den DFB-Job annehmen, wäre Red Bull durch die bestehende Doppelstruktur gut aufgestellt, den Übergang zu meistern. Markus Krösche als möglicher Nachfolger würde dann in diese etablierte Hierarchie einsteigen.



