Klose erhöht Druck auf Nürnbergs Talent Maboulou: Defensivverhalten und Körpersprache müssen sich ändern
Klose erhöht Druck auf Nürnbergs Talent Maboulou

Klare Ansage vom Trainer: Klose erhöht Druck auf Nürnbergs Talent Maboulou

Der 1. FC Nürnberg und sein Trainer Miroslav Klose warten immer noch auf den Durchbruch von Stürmer Noah Maboulou. Der 21-jährige Offensivspieler, der im Sommer aus der Akademie von Stade Rennes nach Nürnberg wechselte, hat in elf Einsätzen in der zweiten Liga noch keine einzige Torbeteiligung vorzuweisen. Doch nicht nur die fehlenden Toraktionen bereiten Klose Sorgen.

Defensivverhalten und Körpersprache im Fokus

Der FCN-Cheftrainer fordert von Maboulou endlich mehr Defensivdenken und eine deutlich verbesserte Körpersprache. „So bin ich als Trainer. Wir haben mit Noah alles analysiert und ihm klar gesagt, was in Deutschland verlangt wird – gerade wenn man den Ball verliert. Dann ist die Reaktion für mich das Entscheidende“, erklärt Klose. Der Weltmeister von 2014 kritisiert, dass Maboulou nach Ballverlusten oft noch zu sehr mit der vorherigen Situation beschäftigt sei und dann „ein wenig schläfrig“ wirke.

Die Beziehung zwischen Trainer und Talent beschreibt Klose mittlerweile als regelrechte Hassliebe. Nach einer enttäuschenden Leistung gegen Bochum flog Maboulou für das Spiel bei Hertha BSC komplett aus dem Kader. Beim folgenden Auftritt gegen Holstein Kiel erlebte der Stürmer sogar die Höchststrafe eines Fußballprofis: Ein- und Auswechslung innerhalb einer Halbzeit.

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Warnung vor ähnlichem Schicksal wie Mustapha

Klose macht deutlich, dass die Geduld langsam zu Ende geht. „Wenn so etwas immer wieder passiert, dann bin ich irgendwann der Falsche, der weiter pusht oder zwingt, hinterherzulaufen. Das muss schon vom Spieler selbst kommen“, betont der Trainer. Diese Aussage gewinnt besondere Bedeutung, wenn man den Fall von Hindolo Mustapha betrachtet.

Der 19-jährige Stürmer, der von Crystal Palace ausgeliehen war, zeigte ähnliche Defizite in Defensivarbeit und Körpersprache. Nach wiederholten Ermahnungen im Training wurde das Leihgeschäft mit dem Premier-League-Klub noch vor Weihnachten komplett abgebrochen. Ein Schicksal, das Maboulou offenbar droht, wenn er nicht schnell umdenkt.

Anpassung an deutsche Fußballkultur gefordert

Maboulou, der zuvor nur in der fünften französischen Liga Erfahrung sammelte, muss sich offenbar erst an die Anforderungen des deutschen Fußballs gewöhnen. Klose hat dem Talent mehrfach klargemacht, was von ihm erwartet wird. Doch die Umsetzung lässt weiter auf sich warten.

Gegen Kaiserslautern durfte Maboulou immerhin wieder für einige Minuten eingewechselt werden – ein kleines Zeichen des Trainers, dass der Weg noch nicht endgültig verbaut ist. Doch die Botschaft ist eindeutig: Ohne deutliche Verbesserungen in Defensivarbeit, Reaktion nach Ballverlust und vor allem in der Körpersprache könnte die Karriere des kongolesischen U20-Nationalspielers beim 1. FC Nürnberg bereits wieder zu Ende sein.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Maboulou die klaren Ansagen seines Trainers verstanden hat und ob er bereit ist, die notwendigen Veränderungen umzusetzen. Für Klose steht fest: Die Initiative muss vom Spieler selbst ausgehen.

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