Torwartlegende zeigt Mitgefühl für verletzten Nationalspieler
Der ehemalige Torwarttrainer der deutschen Fußballnationalmannschaft, Andreas Köpke, hat sich in einer emotionalen Stellungnahme zur aktuellen Keepersituation beim DFB geäußert. Bei der Pressekonferenz zur Filmpremiere von „Ein Sommer in Italien - WM 1990“ sprach der 64-jährige Weltmeister von 1990 über die Herausforderungen vor der anstehenden Weltmeisterschaft im Sommer 2026.
Besondere Anteilnahme an ter Stegens Verletzungspech
Köpke, der bis 2021 ganze 17 Jahre als Torwarttrainer der Nationalmannschaft tätig war, zeigte sich besonders betroffen vom Schicksal seines früheren Schützlings Marc-André ter Stegen. „Mir persönlich tut es natürlich brutal leid für Marc-André ter Stegen, der wirklich die Seuche hat und wieder verletzt ist“, erklärte der Experte mit spürbarer Betroffenheit in der Stimme.
Der 33-jährige ter Stegen hatte erst kürzlich sein Comeback nach monatelanger Verletzungspause gefeiert, erlitt dann jedoch im Februar den nächsten schweren Rückschlag. Ein Riss der Patellasehne zwingt den Torwart nun zu einer erneuten Pause von mehreren Monaten, was seine Teilnahme an der WM 2026 ernsthaft in Frage stellt.
Baumann als neue Nummer eins im Fokus
Mit Blick auf die anstehende Weltmeisterschaft stellte Köpke seine Überzeugung zu Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim in den Mittelpunkt. Der erfahrene Torwarttrainer ist überzeugt: „Baumann wird sicherlich als Nummer eins starten.“ Köpke begründete diese Einschätzung mit den starken Leistungen des Hoffenheimer Keepers während der Qualifikation.
„Baumann ist ein super Torwart, der einen großen Anteil daran hat, dass wir uns mit wenigen Problemen qualifiziert haben“, lobte der Weltmeister von 1990. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die verbleibende Zeit für ter Stegen nicht ausreichen werde, „um als Nummer eins in eine WM zu gehen.“
Daumendrücken für die WM-Vorbereitung
Abschließend richtete Köpke ermutigende Worte an den designierten Stammtorhüter: „Ich drücke ihm die Daumen, dass er eine super WM spielt.“ Zur Frage, welche weiteren Torhüter neben Baumann mit zur Weltmeisterschaft reisen dürfen, blieb der Experte zurückhaltend. „Das müsse man abwarten“, sagte Köpke und verwies damit auf die noch ausstehenden Entscheidungen des DFB-Trainerstabs.
Die Pressekonferenz fand im Rahmen der Premiere des Dokumentarfilms über die WM 1990 statt, bei der auch SPORT1 vor Ort war. Köpkes Äußerungen unterstreichen die aktuelle Diskussion um die Torhüterposition der deutschen Nationalmannschaft, die durch ter Stegens erneute Verletzung zusätzlich an Brisanz gewonnen hat.



