Kroos und Podolski kritisieren DFB-Elf nach Ecuador-Niederlage
Kroos und Podolski kritisieren DFB-Elf scharf

Toni Kroos und Lukas Podolski, beide Weltmeister von 2014, haben die aktuelle Leistung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM scharf kritisiert. Nach dem 1:2 gegen Ecuador zum Abschluss der Gruppenphase sehen sie dringenden Handlungsbedarf.

Kroos warnt vor schnellem WM-Aus

„Es muss eklig sein, gegen uns zu spielen, dass wir in der Lage sind gut und eklig zu verteidigen. Das machen wir noch nicht. Und wir brauchen Musiala und Wirtz in Top-Form – das haben wir nicht. Wenn sich beides nicht ändert, wird es nicht mehr lange gehen“, sagte Kroos in der TikTok-Live-Show „Kroos und Kroos: Die WM unter der Lupe“. Der Mittelfeldspieler befürchtet ein vorzeitiges Aus, falls die Mannschaft nicht schnell ihre Defensivschwäche behebt und die Schlüsselspieler wieder zu ihrer Bestform finden.

Podolski fordert Nachdenken nach Niederlage

Lukas Podolski, ebenfalls Talkgast in der Sendung, sieht die Niederlage als Chance zur Besinnung. „Vielleicht ist so eine Niederlage mal gut. Mal auf die Fresse zu bekommen. Damit jeder sagt: Jetzt kommen wir mal runter. Vielleicht tut so eine Niederlage mal gut, damit jeder mal in seinem Zimmerchen nachdenkt“, sagte der ehemalige Nationalspieler. Das Team hatte nach zwei Siegen zuvor eine schwache Leistung gezeigt und viel Kritik einstecken müssen. Am Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) steht in Foxborough das erste K.-o.-Spiel gegen Paraguay an.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kroos zieht Vergleich zu 2014

Kroos erinnerte an die WM 2014, als Deutschland im Achtelfinale gegen Algerien ein schwaches Spiel zeigte, aber trotzdem gewann. „Wir hatten früher auch Spiele, da waren wir schlecht – gegen Algerien. Aber wir konnten schlechte Spiele trotzdem gewinnen. Das, glaube ich, hat die Mannschaft jetzt nicht“, merkte der 36-Jährige kritisch an. Die aktuelle DFB-Elf habe diese Fähigkeit nicht, was ihn besorgt mache.

Kroos widerspricht Bundestrainer Nagelsmann

Kroos widersprach zudem Bundestrainer Julian Nagelsmann, der nach der Niederlage gegen Ecuador dem Team trotz des vorher feststehenden Gruppensieges nicht den absoluten Willen zum Erfolg absprechen wollte. „Das ist eine Gruppe, die gibt alles. Ich bin aber auch nicht beim Trainer, der sagt, daran lag es überhaupt nicht. Du hast das immer im Hinterkopf, wenn du schon weiter bist. Das kannst du gar nicht rauskriegen. Das ist absolut menschlich. Wir sind halt keine physische Mannschaft“, sagte Kroos.

Optimismus trotz Kritik

Trotz seiner kritischen Anmerkungen traue er Joshua Kimmich und Co. auch das Bestehen gegen Top-Favoriten bei der WM zu. „Und ich bleibe bei meiner Aussage: Ich glaube, wenn es zum Spiel gegen Frankreich kommt, wenn alles zusammenkommt, dass wir sie schlagen können“, sagte Kroos. Die bisher dreimal klar siegreiche Équipe Tricolore wäre der DFB-Gegner im Achtelfinale, wenn beide Teams ihr erstes K.-o.-Spiel gewinnen. Auch Podolski will optimistisch bleiben: „Man muss jetzt nicht alles nur schlechtreden. Lasst uns die Jungs pushen“, sagte er.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration