Bayer Leverkusen reift im Champions-League-Hexenkessel und dreht das Ergebnis
Leverkusen reift im Champions-League-Hexenkessel

Entwicklungsschritt im Hexenkessel: Leverkusen dreht das Ergebnis

Vier Wochen liegen zwischen der bitteren 0:2-Pleite und dem souveränen 2:0-Erfolg bei Olympiakos Piräus. Bayer Leverkusen hat im stimmungsvollen Karaiskakis-Stadion bewiesen, dass die Mannschaft einen deutlichen Reifeprozess durchlaufen hat. Während die erste Begegnung noch von Fehlern und Unsicherheit geprägt war, zeigte die Werkself diesmal Stabilität und Cleverness.

Schick sorgt für Ruhe im ohrenbetäubenden Pfeifkonzert

Doppelpacker Patrik Schick wurde zum Matchwinner und ließ das ohrenbetäubende Pfeifkonzert der griechischen Fans verstummen. Innerhalb von nur 144 Sekunden entschied der tschechische Stürmer das Duell für Leverkusen. „Ich habe gehört, ein paar sind früher gegangen - das ist doch schön“, kommentierte Kapitän Robert Andrich trocken die sich leerenden Ränge nach den Treffern.

Die Mannschaft meisterte die schwierige Auswärtssituation mit bemerkenswerter Geduld und einer stabilen Defensivleistung. Trainer Kasper Hjulmand zeigte sich besonders mit der defensiven Stärke zufrieden: „Das ist wichtig. Sieben Spiele zwei Gegentore, fünfmal Nullspiele“, bilanzierte der Däne nach Abpfiff.

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Rotation wird unausweichlich

Trotz der positiven Entwicklung und der aktuell guten Verletzungssituation betonte Hjulmand, dass Rotation notwendig wird. „Wir hatten drei Tage zwischen den Spielen und die Möglichkeit für ein bisschen Kontinuität. Aber so geht es nicht weiter. Das ist nicht möglich“, erklärte der 53-Jährige. Gleichzeitig verwies er auf die qualitative Breite im Kader: „Wir haben eine super Bank und einen super Kader – Rotation wird kommen.“

Die Mannschaft wirkt zunehmend eingespielter und gefestigter, was besonders nach dem umfangreichen Umbruch im Sommer und dem schwächsten Jahresauftakt seit 2004 bemerkenswert ist. Das Achtelfinale der Champions League rückt damit in greifbare Nähe – ein Ziel, das der Verein zwar ausgegeben hatte, aber angesichts der Umstände keineswegs selbstverständlich war.

Keine Zeit zum Durchatmen

Zeit zum Verschnaufen bleibt der Mannschaft kaum. Bereits am Samstag geht es bei Union Berlin um wichtige Punkte für die internationale Qualifikation. Am Dienstag soll dann im Rückspiel vor heimischer Kulisse das Achtelfinal-Ticket endgültig gesichert werden. Dort könnte es dann gegen den FC Bayern oder den FC Arsenal gehen.

Trotz der komfortablen Ausgangslage warnte Hjulmand vor voreiligen Schlüssen: „Es ist nur die erste Halbzeit. Wir haben eine gute Ausgangsposition – aber es ist noch nichts entschieden“, mahnte der Coach zur Vorsicht. Die Werkself muss weiter konzentriert und hellwach bleiben, um die gute Position in ein sicheres Weiterkommen zu verwandeln.

Der Sieg in Piräus markiert nicht nur einen wichtigen Schritt in Richtung Champions-League-Achtelfinale, sondern zeigt auch den Entwicklungsfortschritt einer Mannschaft, die sich nach turbulenten Monaten endlich zu finden scheint. Die Reife, die Leverkusen im griechischen Hexenkessel bewiesen hat, könnte zum entscheidenden Faktor in den kommenden wichtigen Wochen werden.

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