Lok Leipzig droht Kader-Engpass nach Abgängen – Konkurrenz rüstet auf
Lok Leipzig: Kader-Engpass nach zehn Abgängen

Der Regionalliga-Meister Lok Leipzig steht vor einer herausfordernden Kaderplanung. Während Konkurrenten wie Erzgebirge Aue bereits 13 Neuzugänge präsentierten, hat der Vorjahresmeister noch keinen einzigen Neuzugang bekannt gegeben. Dabei haben zehn Spieler den Klub verlassen, und mit Malik McLemore fällt ein weiterer Akteur nach einer schweren Verletzung im Saisonfinale aus. Auch für ihn muss Ersatz gefunden werden.

Trainingsstart in einer Woche – noch kein Neuzugang

Schon in einer Woche beginnt die Vorbereitung unter dem neuen Trainer Torsten Ziegner. Dennoch herrscht beim Klub keine Hektik. „Wir werden uns die Zeit nehmen, die wir brauchen, und keine Schnellschüsse machen“, betont Sport-Geschäftsführer Toni Wachsmuth. Der 39-Jährige, der zuletzt bei einem Benefizturnier für krebskranke Kinder selbst noch einmal dribbelte, scherzte: „Bei allen Baustellen im Kader kann ich beruhigen: Ich werde nicht mehr spielen.“

Aktuell stehen 13 Profis plus zwei U19-Talente im Kader. Zwei weitere Talente werden aus der Jugend hochgezogen, und die Verlängerung eines auslaufenden Vertrags ist geplant. Mit Verteidiger Jan-Philipp Stein (24), der sich im ersten Jahr bei Lok schwer am Knie verletzte, sei man auf einem guten Weg. Ziel sind 20 Feldspieler plus drei Torhüter.

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Probespieler sollen Lücken füllen

Trainer Torsten Ziegner (48) zeigt sich zuversichtlich: „Wir werden Spieler finden, die zu Lok passen. Es wird nicht möglich sein, sechs oder sieben fertige Spieler am Zenit zu holen. Auch wir müssen wieder Spieler entwickeln, wie in den letzten Jahren.“ Zum Trainingsstart und in den Tagen danach werden sich mehrere Probespieler vorstellen. Es sei gut möglich, dass Lok mit offenen Kaderstellen in die Saison startet. Die Transferperiode endet erst am 31. August.

Während Lok noch abwartet, haben andere Klubs der Regionalliga Nordost bereits kräftig zugeschlagen: Erzgebirge Aue, Greifswalder FC und Chemnitzer FC haben jeweils 12 bis 13 Neue verpflichtet. Noch ohne Neuzugänge sind neben Lok auch Carl Zeiss Jena, Magdeburg II, der BFC Dynamo und Aufsteiger RSV Eintracht 1949. Doch das wird sich sicherlich noch ändern.

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