Es war Spiel 1 nach dem Abschied von David Grözinger. Lok Leipzig spielte in Naunhof gegen den tschechischen Zweitligisten SK Kladno vor 533 Fans ein unterhaltsames 3:3. Doch das Ergebnis täuscht über ein großes Problem hinweg: Nach dem Abgang des Linksverteidigers, der den Klub aus familiären Gründen verlassen muss und wohl zum SSV Ulm wechselt, hat der Regionalliga-Meister nur noch zwei Außenverteidiger im Kader.
Grözingers emotionaler Abschied
„Ab jetzt werde ich als Fan mitfiebern. Ich wünsche euch alles erdenklich Gute und den maximalen Erfolg – ihr habt ihn euch verdient“, schreibt Grözinger zum Abschied an Mannschaft und Fans in den sozialen Netzwerken. Nachdem Linus Zimmer auf der rechten Seite keinen neuen Vertrag bekommen hatte, ist die Situation auf den Außenverteidigerpositionen prekär. Mit Tobias Dombrowa (rechts) und Arne Rühlemann (links) sind derzeit nur zwei Spieler für diese Positionen vorgesehen. Passieren darf da nichts.
Offensive zeigt sich treffsicher
In der Offensive dagegen läuft es schon besser. Nach einem Eigentor des Gegners trafen Ayodele Adetula zum 2:1 und Djamal Ziane zum 3:2. Mit Marian Kirsch (22, zuletzt Preußen Münster) stand ein Probetorwart im Kasten. Zudem spielte mit Patrick Vuc (22, Mittelfeld) noch ein Mann vor, der bereits beim Trainingsstart im Probetraining war. Mit Julian Lempe (18) und Samim Bigi (18) kamen auch die zwei Lok-Talente zum Einsatz, die an den Kader der 1. Mannschaft herangeführt werden sollen. Auch die Neuzugänge Ricky Bornschein, Simon Schierack und Gabriel Sadlek spielten.
Trainer muss Lösungen finden
Trainer André Schmidt steht nun vor der Herausforderung, die Defensive zu stabilisieren. Das 3:3 gegen Kladno zeigte, dass die Mannschaft offensiv durchaus gefährlich ist, aber die Abwehr anfällig bleibt. Mit nur zwei etatmäßigen Außenverteidigern ist das Risiko hoch, sollte einer ausfallen. Die Vereinsführung ist gefordert, auf dem Transfermarkt nachzulegen oder aus den eigenen Reihen eine Alternative zu entwickeln.



