Siebeck äußert sich zum Trainerwechsel
Der FC Lok Leipzig hat einen überraschenden Trainerwechsel hinter sich: Jochen Seitz legte sein Amt aus Erschöpfung nieder, Torsten Ziegner übernahm. Nun äußert sich erstmals ein Spieler öffentlich dazu. Alexander Siebeck, 32-jähriger Stammspieler, gibt Einblicke in seine Gefühlswelt und die der Mannschaft.
Vertragliche Planungssicherheit
Siebeck hatte vor der Entscheidung über die künftige Spielklasse – 3. Liga oder Regionalliga Nordost – bereits Vertragsverlängerung erhalten. Das gab ihm eine gewisse Planungssicherheit. Nicht planen konnte er jedoch den Trainerwechsel. „Es war natürlich sehr emotional, weil wir das alle nicht wussten. Es war, glaube ich, auch ein großer Schock“, sagte Siebeck.
Verständnis für Seitz' Entscheidung
Trotz des Schocks zeigt Siebeck Verständnis für Seitz' Schritt: „Ich kann seine Gründe auf jeden Fall verstehen. Es ging uns ja auch so, dass wir uns für die Kraft, die wir reingesteckt haben, nicht belohnt haben und immer noch an derselben Stelle stehen.“ Er betont die intensive Belastung des Trainers: „Ich glaube, für den Trainer ist es noch mal viel, viel intensiver. Der muss sich ja noch viel mehr damit beschäftigen, als wir es tun müssen. Er macht es ja quasi Tag und Nacht, dementsprechend kann ich das verstehen, dass es Kraft zieht.“
Blick in die Zukunft
Siebeck verrät auch, dass er Seitz nach dessen Rücktritt geschrieben habe: „Ich habe ihm auch selbst noch mal geschrieben, dass ich fest davon ausgehe, dass er – wann auch immer das ist – wahrscheinlich da Trainer ist, wo wir gern sein wollen.“ Damit spielt er auf die 3. Liga an, die Lok in den vergangenen zwei Jahren als Meister jeweils in den Aufstiegsspielen verpasste. Nun soll Torsten Ziegner die großen Fußstapfen füllen. Siebeck zeigt sich optimistisch: „Er hat einen anderen Namen, sieht anders aus und hat eine andere Ansprache. Aber ich glaube, dass wir uns da ganz schnell dran gewöhnen werden. Er ist ein guter Typ und das wird sich alles in die richtigen Bahnen lenken. Wir schauen, dass wir wieder so eine Einheit werden, wie in den letzten beiden Jahren.“



