Mainz 05 schreibt Europapokal-Geschichte mit historischem Viertelfinaleinzug
Der 19. März 2026 wird als historischer Tag in die Annalen des 1. FSV Mainz 05 eingehen. Die Rheinhessen haben mit einem souveränen 2:0-Erfolg gegen den tschechischen Pokalsieger Sigma Olmütz erstmals in der Klubgeschichte ein Viertelfinale im Europapokal erreicht. Nach dem torlosen Remis im Hinspiel setzten sich die Nullfünfer im Rückspiel der Conference League durch und schrieben damit Fußballgeschichte.
Ein Abend der Premieren für die Mainzer
Im intensiven Duell gegen Olmütz zeigte Mainz von Beginn an Entschlossenheit und kontrollierte das Spielgeschehen. Stefan Posch erzielte gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem präzisen Kopfball den wichtigen Führungstreffer (46. Minute). Armindo Sieb sorgte in der 82. Spielminute für die endgültige Entscheidung und besiegelte den historischen Einzug ins Viertelfinale.
Die Gäste aus Tschechien mussten die Partie nach einer Gelb-Roten Karte für Peter Barath in der 76. Minute zu zehnt beenden, was die Position der Rheinhessen zusätzlich stärkte. Während Mainz in der Bundesliga weiterhin um den Klassenerhalt kämpft, geht der Traum vom Conference-League-Endspiel in Leipzig am 28. Mai 2026 damit weiter.
Teamgeist und Kampfeswille als Erfolgsrezept
„Es fühlt sich sehr gut an“, kommentierte Verteidiger Danny da Costa den historischen Erfolg. „Die Mannschaft hat sehr viel richtig gemacht. Ich glaube, wir sind verdient eine Runde weiter gekommen.“ Mit Blick auf das mögliche Finale in Leipzig zeigte sich da Costa optimistisch, betonte aber gleichzeitig die notwendige Bescheidenheit: „Jeder darf träumen, aber wir tun gut daran, uns von Spiel zu Spiel heran zu tasten.“
Bereits vor der Partie hatte Trainer Urs Fischer die richtigen Worte gefunden: „Wir wollen uns etwas zutrauen und mutig sein.“ Seine Spieler setzten diese Vorgabe mustergültig um und dominierten das Spiel über weite Strecken. Mainz kontrollierte das Tempo, ließ den Gegner kaum zu gefährlichen Aktionen kommen und zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Spielverlauf und weitere Höhepunkte
Die erste Halbzeit verlief trotz Mainzer Überlegenheit torlos, wobei beide Teams Chancen verpassten:
- Nach 20 Minuten hatte Olmütz mit Danijel Sturm die bis dahin größte Torchance
- Phillipp Mwene scheiterte in der 35. Minute mit einem Distanzschuss knapp
- Nelson Weiper vergab kurz vor der Pause eine weitere gute Möglichkeit
Nach der Führung durch Posch suchte Mainz weiter nach Torchancen, während Olmütz kaum Entlastungsangriffe entwickeln konnte. Auch nach dem Platzverweis für Barath blieb Mainz aktiv – Paul Nebel traf in der 78. Minute sogar die Latte, bevor Sieb den Sieg endgültig besiegelte.
Ausblick auf das Viertelfinale
Im Viertelfinale erwartet Mainz 05 nun der französische Vertreter Racing Straßburg. Die Hin- und Rückspiele werden am 9. und 16. April 2026 ausgetragen, wobei die Rheinhessen im ersten Aufeinandertreffen Heimrecht genießen. Dieser historische Erfolg gibt dem gesamten Verein neuen Schwung und zeigt, dass europäische Träume auch für traditionsreiche Bundesliga-Klubs wie Mainz 05 Realität werden können.



