Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus rechnet mit einem Finaleinzug des FC Bayern München und erwartet erneut eine Weltklasse-Vorstellung im Rückspiel der Champions League. „Ich gehe davon aus, dass die Bayern ins Finale kommen, sie waren schon am Dienstag das bessere Team. Wir werden wieder Tore und ein Offensivspektakel erleben, nur dreimal in Rückstand wie gegen Real sollten sie nicht geraten“, schrieb Matthäus in einer Kolumne für den „Kicker“ nach dem 4:5 des FC Bayern im Hinspiel gegen Paris Saint-Germain.
Körperliche Überlegenheit als Trumpf
Für das Rückspiel in der Münchener Allianz-Arena am kommenden Mittwoch sieht Matthäus den Gastgeber im Vorteil. In Paris habe der FC Bayern „körperlich total überlegen“ gewirkt. „Das könnte im Rückspiel das größte Plus für sie werden. Ich bin mir fast sicher: PSG wird dieses Tempo in der Allianz-Arena nicht über 90 oder vielleicht sogar 120 Minuten gehen können“, schrieb Matthäus. „Sie stehen defensiv nicht so stabil, kamen am Ende auf dem Zahnfleisch daher. Auch, weil Luis Diaz und Michael Olise Weltklasse verkörpern, sportlich kann man sie nach der kurzen Zeit in München schon zu Recht mit Arjen Robben und Franck Ribéry vergleichen. Ein Ritterschlag!“
Vergleich mit Robben und Ribéry
Matthäus zog einen direkten Vergleich zwischen den aktuellen Bayern-Stars und den legendären Flügelspielern. „Diaz und Olise haben eine ähnliche Dynamik und Torgefahr wie Robben und Ribéry in ihren besten Zeiten. Das ist ein enormer Vorteil für die Bayern.“ Der 64-Jährige betonte, dass die Münchner im Hinspiel trotz der Niederlage gezeigt hätten, dass sie spielerisch und physisch überlegen seien. „Wenn sie die Fehler in der Defensive abstellen, werden sie ins Finale einziehen.“
Die Bayern müssen im Rückspiel einen Ein-Tor-Rückstand aufholen, nachdem sie in Paris mit 4:5 verloren hatten. Aufgrund der Auswärtstorregel, die in dieser Saison noch gilt, würde ein 1:0-Sieg für München bereits zum Weiterreichen. Matthäus ist optimistisch: „Die Mannschaft hat die Qualität und die Moral, das zu schaffen. Vor heimischem Publikum wird sie noch einmal eine Schippe drauflegen.“



