Funkstille mit Preußen: Marco Meyerhöfer vor dem Neustart nach Vertragsende
Meyerhöfer vor Neustart nach Funkstille mit Preußen

Marco Meyerhöfer (30) steht vor einem Neustart, nachdem sein Vertrag bei Preußen Münster nach dem Zweitliga-Abstieg ausgelaufen ist. Der Rechtsverteidiger erwartet jedoch eine klare Absage vom Verein, die bislang ausgeblieben ist. Letzter Kontakt war am 18. Mai beim Abschieds-Brunch mit Ex-Trainer Alois Schwartz. Seitdem herrscht Funkstille.

Vertragsende ohne Kommunikation

Meyerhöfers Arbeitspapier verlor mit dem Abstieg aus der 2. Bundesliga seine Gültigkeit. Er erklärte: „Natürlich musste ich damit rechnen, dass es nach meinem durchwachsenen Jahr in Münster nicht erneuert wird. Damit habe ich kein Problem. Ich hätte allerdings schon erwartet, dass mir das dann auch klar mitgeteilt wird, damit ich weiß, woran ich bin.“ Der 30-Jährige absolvierte 19 Zweitliga-Einsätze für die Preußen.

Hintertürchen wegen Kaderlücke?

Interessant: Durch den Wechsel von Jano ter Horst (24, Marktwert 1,2 Millionen Euro) zum SC Paderborn und Meyerhöfers Vertragsende haben die „Adlerträger“ aktuell keinen echten Rechtsverteidiger im Kader. Zudem unterschrieb Pascal Fallmann (22) von Erzgebirge Aue, der als Wunschkandidat galt, bei Drittliga-Konkurrent Viktoria Köln. Dennoch spekuliert Meyerhöfer nicht auf eine Wende: „Ich kann mir vieles vorstellen. Da wir bislang keine Kinder haben, sind wir frei in unserer Entscheidung. 2. Liga, 3. Liga oder auch Anfragen aus dem Ausland – ich würde mir alles anhören.“

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Fitnesstraining und Geduld

Der Defensiv-Routinier (26 Erstliga- und 134 Zweitliga-Spiele für Greuther Fürth und Preußen) hält sich nach dem Sommerurlaub in Tokyo und Dubai in seiner Heimat Frankfurt fit – täglich mehrere Stunden mit einem Personalcoach. Am Wochenende ist er bei seiner Frau Katharina in Münster. „Wir haben uns hier wirklich sehr wohlgefühlt, wären echt gerne geblieben“, betont er. Warum es sportlich nicht passte, erklärt Meyerhöfer: „Zum einen hatte ich leichte Verletzungen zu ungünstigen Zeitpunkten, etwa zum Saisonauftakt. Außerdem hat Jano ter Horst konstant starke Leistungen abgerufen, die ich anerkennen musste.“

Klare Worte zum Abstieg

Zum Abstieg von Preußen Münster sagt Meyerhöfer: „Unter dem Strich war der absolut verdient. Wir besaßen die nötige Qualität, haben sie aber nicht oft genug auf den Platz gebracht. Wer aus den letzten 19 Spielen nur einen Sieg holt, kann keine Ansprüche stellen. Das hat nichts mehr mit Pech zu tun.“ Trotz des Abschieds bleibt er gelassen: „Im Vorjahr bin ich auch erst im Juli in Münster gelandet. Manchmal muss man etwas länger warten.“

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