Thomas Müller fordert mehr Demut bei WM-Erwartungen
Müller: Weniger vom Finale reden bei DFB-Elf

Ex-Nationalspieler Thomas Müller hat sich mit Blick auf die Chancen der deutschen Nationalmannschaft bei der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft für eine bescheidenere Erwartungshaltung der Öffentlichkeit ausgesprochen. „Natürlich haben wir in Deutschland als Fußball-Nation einen gewissen Anspruch“, sagte der 36-Jährige bei einer Veranstaltung im German House of Soccer in New York.

Müller wünscht sich anderen Ansatz

Er würde die Herangehensweise jedoch gern etwas verändern, erläuterte Müller. „Man kann jetzt nicht erwarten, dass die Mannschaft von A bis Z in Richtung Titel marschiert. Das ist aber in Deutschland, wenn über die Weltmeisterschaft gesprochen wird, schon oft so ein bisschen der Grundtenor und die Grunderwartungshaltung“, erklärte der Weltmeister von 2014.

Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann bestreitet nach dem 7:1-Auftaktsieg gegen den Außenseiter Curaçao am Samstag (22.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Toronto sein zweites Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste.

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DFB-Team als „Herausforderer“

„Ich glaube, wir sollten uns erst mal die Chance geben, dass wir in diese K.o.-Phase hineinwachsen, und auch mal die Leistung bewerten, nicht nur das Ergebnis“, so Müller. „Wir sollten weniger über das Finale reden, sondern mehr darüber, dass es da einen Weg braucht, und den gehen wir gemeinsam an.“

Grundsätzlich sei die deutsche Mannschaft in der Lage, jeden Gegner zu schlagen, meinte Müller. Zu den Topfavoriten gehöre sie aber nicht. „Vom Vergleich her sehe ich uns eher in so einem 2010er-Modus, dass wir sehr, sehr gute Herausforderer sind.“ Damals wurden die Deutschen WM-Dritter.

Müller, ein früherer Star des FC Bayern München, wurde in dem Fantreff in New York von der Initiative Deutscher Fußball Botschafter ausgezeichnet und von den Besuchern mit lauten Sprechchören gefeiert. Seit August 2025 spielt er für die Vancouver Whitecaps in Kanada.

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