Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die überraschende Aufstellung von Deniz Undav im WM-Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien mit der schwachen Ballkontrolle der vorherigen Startelf erklärt. „Wir hatten zu viel Ballverluste im Mittelfeld“, sagte Nagelsmann nach dem 4:0-Erfolg am Samstagabend. „Undav bringt eine andere Sicherheit im Ballbesitz und kann die Bälle festmachen.“
Undavs starke Leistung beim Debüt
Der Stuttgarter Stürmer, der zuvor nur Kurzeinsätze hatte, stand erstmals in der WM-Startelf und zahlte das Vertrauen mit einer starken Leistung zurück. Er bereitete das zweite Tor durch Ilkay Gündogan vor und war an mehreren gefährlichen Aktionen beteiligt. „Die Nation wollte es schon lange“, kommentierte Rudi Völler den Undav-Einsatz mit einem Schmunzeln. „Er hat gezeigt, warum er dabei ist.“
Nagelsmanns Taktik geht auf
Nagelsmanns Plan, mit Undav mehr Stabilität im Spielaufbau zu gewinnen, ging voll auf. Die deutsche Mannschaft dominierte die Partie von Beginn an und ließ den Saudis kaum Chancen. „Wir haben heute gezeigt, wie wir Fußball spielen wollen“, sagte der Bundestrainer. „Mit weniger Fehlern und mehr Zielstrebigkeit.“
Klopp feiert Goretzka-Szene
Neben Undav sorgte auch Leon Goretzka für Aufsehen. Der Mittelfeldspieler erzielte das zwischenzeitliche 3:0 mit einem sehenswerten Distanzschuss. Ex-Trainer Jürgen Klopp feierte die Szene von der Tribüne aus. „Das sieht man selten so“, sagte Klopp. „Goretzka hat den Ball perfekt getroffen.“
Ausblick auf das Achtelfinale
Durch den Sieg steht Deutschland vorzeitig im Achtelfinale. Nagelsmann kündigte an, auch dort auf Undav zu setzen: „Er hat sich den Platz verdient.“ Die Mannschaft reist nun nach Dortmund, wo am Dienstag das letzte Gruppenspiel gegen Costa Rica ansteht.



