Torwartwechsel bei der deutschen Nationalelf: Nübel bekommt Heimspiel gegen Ghana
Bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft steht ein Wechsel zwischen den Pfosten an. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat bestätigt, dass Torwart Alexander Nübel im kommenden Länderspiel gegen Ghana am Montagabend (20.45 Uhr, ARD) im Stadion in Stuttgart das Tor hüten wird. Der Stuttgarter Keeper ersetzt dabei Oliver Baumann, der in dieser Partie pausieren wird.
Nagelsmann: "Eine Belohnung für gute Leistungen"
Der Bundestrainer betonte in seiner Pressekonferenz am Sonntag, dass es sich bei dieser Entscheidung kein Casting auf der Torwart-Position handle. Vielmehr sei es "eine Belohnung für die gute Leistung über einen langen Zeitraum", erklärte Nagelsmann. "Deswegen bekommt er hier sein Heimspiel", fügte der Trainer hinzu und verwies auf die besondere Bedeutung für den in Stuttgart beheimateten Torhüter.
Für den 29-jährigen Nübel wird es das dritte Länderspiel seiner Karriere sein. Zuletzt hatte er im November 2024 beim 1:1-Unentschieden in Ungarn im deutschen Tor gestanden. Der Torwart selbst zeigte sich begeistert von der Entscheidung: "Ich freue mich extrem, das ist ja quasi mein Wohnzimmer. Ich kann es kaum erwarten, zu spielen", sagte Nübel mit Blick auf das Heimspiel in seiner vertrauten Umgebung.
Klare Rangfolge bei den Torhütern
Nagelsmann bekräftigte zugleich die bestehende Rangfolge im Torwart-Team. Nach dem Rücktritt von Manuel Neuer und der Verletzung von Marc-André ter Stegen bleibt Oliver Baumann mit Blick auf die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli 2026) die Nummer eins im deutschen Tor. Alexander Nübel fungiert als erster Vertreter und Backup-Option.
Diese Hierarchie bestätigte der Bundestrainer ausdrücklich und machte deutlich, dass der Wechsel für das Ghana-Spiel keine grundsätzliche Veränderung der Torwart-Ordnung darstellt.
Weitere Personalentscheidungen vor Kader-Nominierung
Im letzten Länderspiel vor der offiziellen Kader-Nominierung am 12. Mai für die Weltmeisterschaft verzichtet Nagelsmann auf größere Umbauten im Vergleich zum 4:3-Sieg am vergangenen Freitag in der Schweiz. Dennoch kündigte der Trainer einige Rotationen an: "Wir müssen ein bisschen mehr rotieren, um ein paar Spieler zu steuern", erklärte er.
Einer der Spieler, der von dieser Rotationspolitik profitieren wird, ist Deniz Undav. Nagelsmann garantierte dem Angreifer Einsatzminuten im Spiel gegen Ghana mit der Begründung: "Weil er es sich verdient hat." Damit zeigt der Bundestrainer, dass er auch abseits der Torwart-Position auf Leistungsprinzipien setzt und Spielern, die sich in Training und vorherigen Spielen bewährt haben, Chancen einräumt.
Das Länderspiel gegen Ghana am Montagabend in Stuttgart stellt damit nicht nur eine wichtige sportliche Vorbereitung auf die WM dar, sondern gibt auch Einblicke in die Personalplanung und Rotationsstrategie von Julian Nagelsmann kurz vor der entscheidenden Kader-Nominierung für das weltweit bedeutendste Fußballturnier.



