Hertha BSC steht offenbar vor dem nächsten prominenten Abgang. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, soll sich Josip Brekalo auf dem Weg zu einem neuen Klub befinden. Der kroatische Nationalspieler wäre nach Fabian Reese der zweite Top-Spieler, der den Hauptstadtklub in diesem Sommer verlässt. Reese war kürzlich zum VfL Wolfsburg gewechselt, wo er bereits im August am Olympiastadion auflaufen wird – allerdings im gegnerischen Trikot.
Brekalo vor Abschied – Gechter wechselt Berater
Josip Brekalo, der in der vergangenen Saison zu den Leistungsträgern bei Hertha BSC zählte, soll einen neuen Arbeitgeber gefunden haben. Offiziell bestätigt ist der Wechsel noch nicht, doch die Zeichen stehen auf Abschied. Der 26-Jährige war 2023 von Wolfsburg nach Berlin gekommen und hatte in der abgelaufenen Spielzeit acht Tore erzielt. Sein Vertrag läuft noch bis 2027, doch Hertha BSC könnte durch einen Verkauf dringend benötigte Einnahmen generieren. Der Klub befindet sich in einer finanziell schwierigen Lage und muss den Kader verschlanken.
Parallel dazu hat Abwehrspieler Linus Gechter seinen Berater gewechselt. Der 20-Jährige, der aus der eigenen Jugend stammt, wird künftig von der Agentur Sports360 vertreten. Gechter hatte in der vergangenen Saison 18 Einsätze in der 2. Bundesliga absolviert und gilt als großes Talent. Der Beraterwechsel könnte ein Hinweis darauf sein, dass er einen internen Aufstieg oder einen Wechsel anstrebt.
Vorbereitung läuft – Leistungsdiagnostik abgeschlossen
Während die Transfergerüchte die Runde machen, hat die Vorbereitung auf die neue Saison bereits begonnen. Cheftrainer Stefan Leitl ließ seine Profis in dieser Woche zur Leistungsdiagnostik antanzen. Ab nächster Woche startet dann das Mannschaftstraining. Leitl steht vor einem Umbruch: Nach dem Abgang von Reese und möglicherweise Brekalo muss er die Offensive neu formieren. Bislang hat Hertha BSC noch keinen Neuzugang präsentiert, was die Sorgen der Fans verstärkt.
Streit mit Zeugwart geht weiter
Abseits des Platzes sorgt ein Rechtsstreit für Schlagzeilen. Der langjährige Zeugwart Hendrik Herzog, der nach 25 Jahren gekündigt wurde, wehrt sich vor Gericht gegen seine Entlassung. Hertha BSC hatte das Arbeitsverhältnis fristlos beendet, Herzog klagt auf Wiedereinstellung. Der Fall beschäftigt nun die Arbeitsgerichtsbarkeit. Der Klub äußerte sich bislang nicht zu den Details.
Die Fans blicken gespannt auf die kommenden Wochen: Wird Hertha BSC noch wichtige Spieler halten können? Und wer wird neu verpflichtet? Trainer Leitl betonte zuletzt, dass er auf junge Talente setzen wolle. „Wir haben eine gute Mischung aus Erfahrung und Jugend im Kader“, sagte er dem Vereinsmagazin. Ob diese Mischung ausreicht, um in der 2. Bundesliga oben mitzuspielen, bleibt abzuwarten.



