Manuel Neuer: Comeback mit Tor und Rekord bei DFB-Sieg
Neuer: Comeback mit Tor und Rekord bei DFB-Sieg

Der erste Schuss aufs Tor war gleich drin. Doch Manuel Neuer traf daran keine Schuld. Der 40-Jährige hatte bei seinem 125. Länderspiel nicht allzu viel zu tun. Nach 709 Tagen Pause feierte er sein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft – und erlebte einen kuriosen Moment.

Das Comeback nach langer Pause

709 Tage waren vergangen seit Neuers letztem Länderspiel. Im Juli 2024 hatte er in Stuttgart sein 124. Spiel bestritten, im Viertelfinale der Heim-EM gegen Spanien. Nun, am Sonntag in Houston, stand er wieder im Tor. „Ich habe ein bisschen darauf warten müssen“, sagte er.

Doch schon nach 20 Minuten musste der scheinbar überirdische Neuer die Grenzen seiner Macht anerkennen. Ein Schuss von Livano Comenencia wurde von Joshua Kimmichs Knie unglücklich abgefälscht, der Ball katapultierte über Neuers Pranken ins Netz. „Wenn er nicht abgefälscht wird, hab ich ihn“, sagte Neuer. Es war der erste Schuss des Außenseiters auf das deutsche Tor – und schon stand es 1:1.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ein ruhegebender Faktor

Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte vor dem Spiel betont, dass Neuer „ein ruhegebender Faktor für uns“ sei. „Er hat eine Präsenz, die für die gegnerischen Stürmer unangenehm sein kann.“ Gegen Curaçao, die Nummer 82 der Welt, war davon nicht viel zu sehen. Das Ergebnis fiel mit 7:1 für die Deutschen standesgemäß aus.

„Es hat sich gut angefühlt, mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen“, sagte Neuer. Abgesehen vom Schreckmoment beim zwischenzeitlichen Ausgleich bekam er nicht allzu viel zu tun. Zwischen seinem ersten Ballkontakt – einem Abschlag – und seinem zweiten vergingen zwölf Minuten. Den nächsten Schuss musste er erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte halten. Zehn Minuten nach der Pause klärte er an der Mittellinie per Kopf.

Neuers Reklamierarm ist zurück

Auch seinen Signature Move hatte Neuer noch drauf. Als Mitte der zweiten Halbzeit zwei gegnerische Angreifer am Fünfmeterraum im Abseits standen und der Linienrichter zögerte, die Fahne zu heben, schnellte sein rechter Arm in die Luft. Mit Manuel Neuer war auch Neuers Reklamierarm zurück.

Für Neuer war es das siebte WM-Spiel nacheinander, in dem er nicht zu null spielte. Zum letzten Mal gelang ihm dies im Finale der WM 2014 im Maracanã gegen Argentinien. Damals hieß es 1:0. Nun, in Houston, war es ein kurioses Gegentor, das seine Bilanz trübte. Doch der 40-Jährige zeigte, dass er immer noch einer der besten Torhüter der Welt ist.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration