Nichtangriffspakt in Regionalliga Nordost scharf kritisiert
Nichtangriffspakt in Regionalliga Nordost scharf kritisiert

Der Greifswalder FC und der FC Lok Leipzig haben am vorletzten Spieltag der Regionalliga Nordost für einen Eklat gesorgt. Nach einem 1:1-Unentschieden stellten beide Teams in den letzten Minuten die Angriffsbemühungen ein und schoben sich den Ball nur noch zu. Dies erinnert an die berüchtigte „Schande von Gijon“ bei der WM 1982.

Das frühe Führungstor für Greifswald in der 3. Minute glich Lok Leipzig in der 65. Minute aus. Da das Remis beiden Mannschaften nutzte – Lok sicherte sich die Tabellenführung, Greifswald den Klassenerhalt – verzichteten sie in der Schlussphase auf offensive Aktionen. Die Zuschauer quittierten das Verhalten mit Unmut.

Lok-Trainer Jochen Seitz rechtfertigte die Taktik: „Bis zur 85. Minute wollten beide gewinnen, aber dann willst du kein Gegentor mehr kassieren. Wir haben kompakt gestanden, Greifswald wollte nicht mehr nach vorne. Wenn jeder mit einem Unentschieden zufrieden ist, ist es legitim, den Punkt mitzunehmen.“ Auch Greifswald-Trainer Björn Lipfert stimmte zu: „Wenn du nicht gewinnen kannst, darfst du nicht verlieren.“

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Kritik kam vom Lok-Rivalen Carl Zeiss Jena, der durch das Ergebnis von der Spitze verdrängt wurde. Trainer Volkan Uluc sagte: „Was da passiert ist, müssen die Verantwortlichen unter sich ausmachen. Ich habe als Trainer so etwas nie gemacht und werde es niemals machen. Wir vertreten bestimmte Werte, die über allem stehen.“

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