Nur Matthias Zimmermann zeigt echte Fortuna-Liebe nach dem Abstieg
Nur Zimmermann zeigt echte Fortuna-Liebe

In der Krise zeigt sich, wie wichtig der Verein für jeden Einzelnen wirklich ist. Bei Fortuna Düsseldorf haben sich die Eindrücke aus der letzten Horror-Saison nach dem Abstieg bestätigt: Viele Spieler wenden sich ab, nur einer zeigt echte Liebe zum Verein.

Absagen reihen sich aneinander

Mit Emmanuel Iyoha (28) hat nun der letzte Spieler, der möglicherweise hätte bleiben können, seinen Abschied offiziell verkündet. Nach 12 Jahren schrieb das Eigengewächs auf Instagram: „Nach so einer langen Zeit weiß ich nicht, was ich sagen soll außer DANKE. (...) Danke an die Verantwortlichen, die trotzdem alles versucht haben, um mich für den Neuanfang zu gewinnen, dieses Vertrauen weiß ich sehr zu schätzen. Und ich bin mir sicher, dass Fortuna diesen Weg auch ohne mich mit frischen Gesichtern, jungen Talenten und neuer Energie meistern wird, weil es das ist, was die Fortuna ausmacht.“

Iyoha erteilte damit eine klare Absage an Samir Arabi (47), der sich um eine gemeinsame Zukunft bemüht hatte. Und er ist damit nicht der einzige. Wochenlang hatte Fortuna Düsseldorf vergeblich um Florian Kastenmeier (29, noch ohne neuen Verein), Marcel Lotka (25, Cottbus) und Kenneth Schmidt (24, Dresden) gekämpft. Andere Spieler hatten schon unmittelbar nach der Saison Ex-Manager Sven Mislintat (53) klargemacht, dass sie für die 3. Liga nicht zu haben sind. Die Profis, die gesagt haben, sie packen nach dem Absturz an, kann man an einer Hand abzählen – beziehungsweise an einem Finger.

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Matthias Zimmermann als Fels in der Brandung

Obwohl Matthias Zimmermann (34) auch andere Möglichkeiten hatte, ist er der einzige, der sich mit einer Vertragsunterschrift bisher ganz klar zum Fortuna-Neustart bekannt hat. Der Routinier packt an, geht in jeder Einheit voran und arbeitet bereits mit dem „Ältesten-Rat“ an den Regeln für die neue Saison, damit die Kabine endlich wieder funktioniert. In dem Gremium ist auch Tim Oberdorf (29), er hat sich aber nach wie vor nicht bekannt, den Turnaround attackieren zu wollen – bisher ist er eher da, weil sein Vertrag anders als bei vielen anderen auch für die 3. Liga gilt.

Ähnlich ist die Situation bei Elias Egouli (23). Der hatte Fortuna zwar sehr damit geholfen, kurz vor Saisonende doch noch einen neuen Vertrag zu unterschreiben, der auch im Abstiegsfall weiterläuft, doch jetzt will er mit seiner 1-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel den Abflug machen. Den plant auch Sima Suso (21), der nach wie vor krankgeschrieben ist, obwohl Alexander Ende (46) davon ausgegangen war, dass er schnell ins Training einsteigt. Wahrscheinlich ist eher, dass dieser Moment gar nicht kommen wird.

Charakterstärke in schweren Zeiten

Weil Zimmermann bisher der einzige Fortuna-Absteiger ist, der wirklich Charakter zeigt. Während andere Spieler sich zurückziehen oder auf einen Wechsel drängen, stellt sich der 34-Jährige der Herausforderung und geht als Vorbild voran. Dieses Engagement ist für den Neuanfang in der 3. Liga von unschätzbarem Wert.

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