Nach seiner Leihe zu Alemannia Aachen ist Jonas Oehmichen als gereifter Profi zu Dynamo Dresden zurückgekehrt. Der 22-jährige Mittelfeldspieler, der in der vergangenen Saison in der Regionalliga West überzeugte, möchte nun bei seinem Heimatverein den nächsten Schritt machen. „Es war für mich wichtig, regelmäßig spielen zu können, auch von den Ergebnissen her war es erfolgreich. Das erste Mal richtig auf mich alleine gestellt zu sein, hat mich auch menschlich weitergebracht“, sagt Oehmichen, der inzwischen zu den dienstältesten Spielern im Team zählt.
Selbstvertrauen als Schlüssel
Oehmichen will seine Erfahrungen aus Aachen nun in die Waagschale werfen. „Das größte Thema ist, mit Selbstvertrauen in die Saison zu starten und ein Selbstverständnis in sämtliche Aktionen reinzubekommen. Sei es beim finalen Pass, beim Abschluss oder dem Zweikampfverhalten in der Box. Ich denke, dann läuft es ganz gut“, gibt er die Richtung vor. Der gebürtige Dresdner ist sich jedoch bewusst, dass er sich zunächst in der Mannschaft einordnen muss. „Meine Situation ist so, dass ich Gas geben und mich empfehlen möchte. Und dann einfach hoffe, hier Spielzeit zu bekommen“, so Oehmichen. „Die Chancen sind für uns alle gleich. Jeder versucht, sich in der Vorbereitung anzubieten. Das versuche ich natürlich auch.“
Positionsfrage zweitrangig
Über die optimale Position des Youngsters wird viel diskutiert. Während er in Aachen im zentralen Mittelfeld glänzte, setzte ihn Dynamo-Coach Thomas Stamm bislang auf dem Flügel ein. Für Oehmichen spielt das jedoch eine untergeordnete Rolle. „In Aachen hatte der Trainer die Devise: Egal wo ich spiele, es wird schon funktionieren. Das konnte ich Gott sei Dank auch bestätigen“, erzählt der kampf- und laufstarke Wirbelwind. Und stellt klar: „Da, wo mich der Trainer sieht, versuche ich zu performen. Das würde auch auf der Innenverteidiger-Position so aussehen.“
Das Dynamo-Gen als Identifikationsfigur
Nach dem Karriereende von Kapitän Stefan Kutschke und der Ausleihe von Tony Menzel ist Oehmichen der einzige waschechte Dresdner im Team. Ist er nun gefragt, den Neuzugängen das Dynamo-Gen zu vermitteln? Seine Antwort zeigt seine Verbundenheit zum Verein: „Ich glaube, man wechselt nicht zu diesem Verein, ohne sich vorher damit zu beschäftigen, was es heißt, Spieler von Dynamo Dresden zu sein. Natürlich haben wir, die schon länger hier sind, allen gesagt, dass es ein geiles Gefühl und auf jeden Fall eine Ehre ist.“
Oehmichen, der bei Dynamo bereits einen Vertrag bis 2027 besitzt, will in der kommenden Saison seinen Durchbruch schaffen. Die Vorbereitung läuft, die ersten Testspiele gegen Bautzen und Neustadt absolvierte er auf dem Flügel. Nun gilt es, sich für die Stammelf zu empfehlen.



