Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist im zweiten Gruppenspiel der WM 2026 gegen die Elfenbeinküste in Toronto angetreten. Ein frühes Tor von Aleksandar Pavlovic wurde wegen eines Fouls an Torwart Fofana aberkannt. Jamal Musiala scheiterte mit einem Schuss aus 16 Metern knapp am Tor. Julian Nagelsmann vertraute derselben Startelf wie beim 7:1 gegen Curacao.
Tor aberkannt: Pavlovic foult Fofana
In der 22. Minute köpfte Pavlovic nach einem Eckstoß den Ball ins Tor, doch Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez aus Paraguay pfiff sofort Stürmerfoul. TV-Bilder zeigten, wie Pavlovic den Torwart leicht rempelte, bevor er den Ball über die Linie drückte. Fofana musste kurz behandelt werden, konnte aber weitermachen. Die Entscheidung war korrekt, wie auch die Liveblog-Reporter bestätigten.
Musiala vergibt beste Chance
Kurz nach dem aberkannten Tor hatte Jamal Musiala die größte Chance des Spiels. Sein Schuss aus 16 Metern rauschte knapp rechts unten am Tor vorbei. Die Partie war bis dahin offen, die Elfenbeinküste zeigte immer wieder ihr Tempo.
Schlotterbeck angeschlagen
Nico Schlotterbeck sorgte für Sorgenfalten beim DFB-Team. Der Dortmunder setzte sich nach einem Zweikampf im Strafraum auf den Boden und winkte zur Bank. Nach kurzer Behandlung im Toraus kehrte er zurück, humpelte aber sichtbar. Bei einer Verschlimmerung stünde Antonio Rüdiger als Ersatz bereit.
Kimmichs Flanke auf Havertz
Die erste dicke Chance des Spiels hatte Kai Havertz in der 11. Minute. Joshua Kimmich flankte aus dem rechten Halbfeld, Havertz köpfte aufs Tor, aber Fofana wehrte den aufsetzenden Ball stark zur Seite ab.
Nagelsmann: „Nächsten Schritt machen“
Bundestrainer Julian Nagelsmann sagte bei MagentaTV vor dem Spiel: „Wichtig ist, den nächsten Schritt zu machen. Wir versuchen, das Spiel zu gewinnen gegen einen Gegner, der schon gefährlich ist, und unsere Art von Fußball auf den Platz zu kriegen.“
Ausgangslage in Gruppe E
Mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste wäre Deutschland mindestens als Gruppenzweiter im Sechzehntelfinale. Sollte Ecuador in der Nacht gegen Curacao nicht gewinnen, wäre der Gruppensieg perfekt. Die Elfenbeinküste kann mit einem Sieg ebenfalls das Weiterkommen klarmachen. Bei einem Remis wären beide Teams sehr wahrscheinlich in der nächsten Runde, die Platzierung bliebe aber offen.
Gute Bedingungen in Toronto
In Toronto herrschten angenehme 24 Grad bei Sonnenschein. Der Wind war böig, aber Regen war nicht vorhergesagt. 3.000 deutsche Fans hatten sich zu einem Fanmarsch zum Stadion versammelt, um Heimspielatmosphäre zu schaffen.
Historische Bilanz gegen Afrika
Deutschland spielte bei Männer-WM-Endrunden bisher achtmal gegen afrikanische Teams. Dabei gab es meist wenige Tore, die einzige Niederlage war das 1:2 gegen Algerien 1982. Gegen die Elfenbeinküste gab es erst ein Länderspiel – im November 2009, unmittelbar nach Robert Enkes Selbstmord. Manuel Neuer stand damals im Tor und wurde zur Pause eingewechselt; heute absolvierte er sein 126. Länderspiel.



