Preußens Neuzugang Lucas Zeller hat die Sommerpause genutzt, um neue Energie zu tanken. Der 26-jährige Innenverteidiger war Paragliding in Rio de Janeiro und erholte sich anschließend in Kroatien. Nun freut er sich auf seine neue sportliche Herausforderung bei Preußen Münster.
Der Wechsel zu Preußen Münster
Der 1,94 Meter große Verteidiger kommt vom Drittliga-Absteiger Schweinfurt 05 an die Hammer Straße. Zeller zeigt sich überrascht und erfreut über das Interesse des Traditionsvereins: „Ich hatte nicht unbedingt erwartet, dass sich ein solcher Traditionsclub ernsthaft für mich interessiert. Zumal wir mit Schweinfurt keine gute Saison gespielt haben.“
Die Preußen waren nach einem ordentlichen Start in der 2. Liga abgestiegen und wollen nun mit Zeller in der 3. Liga wieder angreifen. Der Aufstieg ist das Ziel, spätestens nach Fertigstellung des Stadion-Umbaus 2027 soll die Rückkehr in die Zweitklassigkeit gelingen.
Erster Kontakt und Entscheidung
Der erste Kontakt mit den Preußen kam kurz vor Saisonende zustande. Zeller zögerte nicht lange: „Ich habe nicht lange überlegen müssen, sondern schnell zugesagt. Zumal mich auch die Gespräche mit den Verantwortlichen auf Anhieb überzeugt haben. Ich hatte sofort das Gefühl, dass es passen könnte.“ Der Abstieg Münsters war für ihn nicht relevant: „Mich hat das Gesamtpaket überzeugt. Ich habe richtig Bock, mit Preußen einen neuen Weg zu gehen.“
Aufstiegskandidat?
Zeller sieht die Preußen als einen der Favoriten in der 3. Liga, warnt aber vor Selbstüberschätzung: „Als Absteiger aus der 2. Liga gehörst du zwar automatisch irgendwie mit zum Favoritenkreis. Aber die 3. Liga ist unberechenbar. Wir wollen eine gute Rolle spielen. Mal schauen, wozu es am Ende reicht. Wie schwer es mitunter werden kann, zeigt doch das Beispiel des SSV Ulm, der direkt wieder nach unten durchgereicht worden ist.“
Qualitäten und Position
In der Innenverteidigung gibt es mit Torge Paetow, Niko Koulis, Simon Scherder und Antonio Tikvic starke Konkurrenz. Zeller sieht das positiv: „Ich bin zweikampfstark, in der Luft und am Boden. Dazu habe ich viel Tempo und beteilige mich gern am Aufbauspiel. Generell finde ich es gut, Konkurrenz auf meiner Position zu haben. Das schärft die Sinne und macht für mich den Fußball gerade so attraktiv und spannend.“
Seine Wunschnummer ist die 5, die zuletzt Yassine Bouchama trug, der seinen Abschied bereits verkündet hat. Zeller hofft auf Glück.
Verbindungen zu Münster
Zeller hatte bisher keine Berührungspunkte mit Münster, verfolgte aber die Entwicklung des Vereins: „Natürlich waren mir die Preußen ein Begriff. Ihre starke Entwicklung in den vergangenen Jahren – gerade mit dem Doppelaufstieg von der 4. in die 2. Liga – habe ich mit Interesse aus der Distanz verfolgt.“
Ein alter Freund aus Frankfurter Zeiten, Henok Teklab, spielte einst für Preußen und ist nun in Belgien aktiv. Teklab gratulierte Zeller zum Wechsel: „Als bekannt wurde, dass ich nach Münster gehe, hat er mir gleich eine Glückwunsch-Nachricht geschickt. Ich glaube, er hat sich bei den Preußen wohlgefühlt.“ Auf die Frage nach Tipps antwortet Zeller lachend: „Ich werde Henok sicherlich in den nächsten Tagen anrufen und mir ein paar Tipps von ihm holen. Auch, was die Stadt betrifft. Welcher Friseur zu empfehlen ist, wo man gemütlich Kaffee trinkt und so weiter.“
Persönliches
Zeller zieht allein nach Münster und hat bereits eine Wohnung im Osten der Stadt gefunden, nur zehn Autominuten vom Stadion entfernt. Den Umzug plant er kurz vor dem Vorbereitungsstart. Bis dahin bleibt er bei seinen Eltern in Frankfurt und trainiert intensiv. Seine Familie unterstützt ihn: „Sie freuen sich für mich mit und werden sicherlich regelmäßig bei den Spielen im Stadion sein. So wie auch schon in Schweinfurt.“
In einer neuen Folge des Podcasts „Preußen Privat“ gibt Geschäftsführer Philipp Deipenbrock Einblicke in die Vereinsarbeit nach dem Abstieg. Der Podcast ist kostenlos auf www.preussenprivat.de und bei Spotify verfügbar.



