Nach 391 Jahren und zwei Insolvenzen ist endgültig Schluss: Deutschlands älteste Werft, die Sietas-Werft an der Elbe, macht dicht. Die Bild-Zeitung besuchte die letzten Schiffbauer, die noch bis zum 30. Juni arbeiten. Dann schließen die verbliebenen 17 Mitarbeiter das Tor für immer.
Eine Ära geht zu Ende
Fast vier Jahrhunderte lang war die Werft ein Ort für harte Arbeit, Stahl und Zusammenhalt. Nun ist die Ära vorbei. Die Mitarbeiter erzählen vom Absturz nach der Finanzkrise, zwei Insolvenzen, monatelanger Ungewissheit, verlorenen Existenzen und der Angst vor der Zukunft. Besonders hart trifft es die älteren Beschäftigten: Was wird aus Männern, die mit Anfang 60 ihre Arbeit verlieren?
Das Ende einer Werft-Familie
Die Stimmung unter den letzten Schiffbauern ist gedrückt. Sie sprechen von einer engen Gemeinschaft, die nun zerbricht. Das Ende der Werft fühle sich an wie das Ende einer Familie. Noch ist unklar, ob es bereits neue Pläne für das Gelände gibt. Die Zukunft der Fläche an der Elbe bleibt offen.
BILDplus berichtet exklusiv über die letzten Tage der traditionsreichen Werft und die Schicksale der Mitarbeiter, die nach Jahrzehnten der Betriebszugehörigkeit plötzlich ohne Job dastehen.



