Für viele Fachleute und Fans ist das Halbfinale der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern München das vorweggenommene Endspiel in Europas Königsklasse. Der deutsche Meister muss gegen den Titelverteidiger aus Frankreich seine gesamte Klasse abrufen, um den Einzug ins Finale am 30. Mai in Budapest zu schaffen.
Die Ambitionen des FC Bayern
„Wir kämpfen um den Titel, den PSG letztes Jahr erreicht hat“, sagte Bayern-Coach Vincent Kompany vor dem Halbfinal-Hinspiel am Abend (21.00 Uhr/Prime Video) im Pariser Prinzenpark. „Wir wollen das, was sie haben. Wir haben Hunger. Wir hoffen, dass wir über diese beiden Spiele das bessere Team sein werden.“ Das erklärte Ziel der Münchner ist selbstverständlich der Einzug ins Finale gegen den FC Arsenal oder Atlético Madrid.
Der Faktor Michael Olise
Vor keinem anderen Bayern-Akteur haben sie in Paris so viel Respekt wie vor Michael Olise. Der 24-jährige französische Nationalspieler präsentiert sich in dieser Saison in bestechender Form. Kompany traut dem Flügelspieler zu, den Fußball in Europa auf Jahre hinaus zu prägen. „Michael ist Michael. Er wird immer ein spezieller Typ sein. Man darf bei ihm nicht vergessen, dass er erstmals in einem Champions-League-Halbfinale ist, dass er seine ersten 18 Monate auf Topniveau spielt. Er ist besessen von Details. Ich sehe in seiner Mentalität, dass er immer noch besser werden kann und will. Er kann in Europa lange ein Spieler auf Top-Niveau werden“, äußerte sich Kompany über den Flügelstürmer.
Kompanys Sperre
Wie schwer wiegt es, dass Chefcoach Kompany nicht am Spielfeldrand stehen darf? „Gesperrt ist gesperrt! Es geht darum, dass wir das als Mannschaft lösen. Und das können wir“, sagte Kompany zu der persönlichen Ausnahmesituation. Sein erster Assistent Aaron Danks wird ihn am Spielfeldrand vertreten. Er habe „100 Prozent Vertrauen“ in seinen Trainerstab um den 42-jährigen Engländer, so Kompany. Trotzdem: Seine Ausstrahlung wird den Bayern definitiv fehlen.
Ist Paris gegen Bayern das vorweggenommene Finale?
Vincent Kompany würde niemals diese These aufstellen. Atlético Madrid und der FC Arsenal sind für ihn ebenfalls berechtigte Titelanwärter. „Es gibt noch vier Teams. Und diese vier Teams können alle vom Titel träumen“, sagte der Bayern-Coach. Titelverteidiger Paris Saint-Germain ist für ihn dennoch die größte Hürde. „Bei PSG ist es wie ein Sturm, der auf einen zukommt.“



