Franck Ribéry in Epstein-Akten: Frau erhebt Vorwürfe, Anwalt spricht von Fake News
Ribéry in Epstein-Akten: Vorwürfe einer Frau, Anwalt nennt Fake News

Franck Ribéry in Epstein-Akten: Frau erhebt Vorwürfe, Anwalt spricht von Fake News

In den kürzlich veröffentlichten Epstein-Akten taucht überraschend der Name der Bayern-Legende Franck Ribéry auf. Eine Französin aus Morlaix hat sich im November 2019 mit einem 38-seitigen Schreiben an die amerikanischen Behörden gewandt. In diesem Dokument erhebt sie schwere Vorwürfe gegen den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Zusätzlich schildert sie eine angebliche Begegnung mit dem ehemaligen Fußballstar Franck Ribéry, die jedoch keinerlei Verbindung zu Epstein aufweist.

Die Vorwürfe der anonymen Französin

Die Frau, deren Name in den Akten geschwärzt ist, behauptet, Ribéry habe versucht, sie in ihrem Garten zu schlagen. Polizeibeamte sollen eingeschritten sein, und der Fußballer sei bedrohlich aufgetreten. Der genaue Zeitpunkt dieses Vorfalls bleibt unklar, da entsprechende Angaben in den Dokumenten geschwärzt sind. Auch die Beweggründe für Ribérys angebliches Verhalten werden nicht näher erläutert. Die Französin betont ausdrücklich, dass sie keine Hinweise auf Kontakte zwischen Ribéry und Epsteins Netzwerk geben kann.

Ihr Schreiben richtete sie an den damaligen US-Justizminister William Barr, drei Monate nach Epsteins Tod. Sie gibt an, sich in Frankreich nicht mehr sicher zu fühlen, und bittet um Ermittlungen durch das FBI sowie um Asyl in den USA. Die US-Behörden haben das Dokument ins Englische übersetzt, das Original ist nicht öffentlich zugänglich.

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Die Glaubwürdigkeit der Aussagen

Die Belastbarkeit der Schilderungen der Frau ist fraglich. Sie selbst räumt ein, zunächst nur „Bruchstücke von unzusammenhängenden Erinnerungen“ gehabt zu haben, die sich erst durch Medienberichte über Epsteins Netzwerk zu einem Gesamtbild fügten. Ihre Darstellungen wirken teilweise sprunghaft, was möglicherweise auf die Übersetzung durch die Behörden zurückzuführen ist. Dennoch schildert sie detailliert, wie sie Epstein im Alter von etwa fünf Jahren getroffen haben will und von ihm missbraucht worden sei.

Reaktion von Ribérys Anwalt

Ribérys Anwalt hat umgehend auf die Vorwürfe reagiert und eine klare Stellungnahme veröffentlicht. Er bezeichnet die Behauptungen der Frau als „völlig falsch“ und als „Fake News“. In seiner Erklärung heißt es weiter, diese Anschuldigungen stellten einen „Angriff auf die Würde meines Mandanten und seiner Familie“ dar. Der Anwalt kündigte rechtliche Schritte gegen die Verfasserin des Schreibens an.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Franck Ribéry mit juristischen Auseinandersetzungen konfrontiert wird. Vor zwölf Jahren stand er in Frankreich vor Gericht, weil ihm vorgeworfen wurde, im Jahr 2009 in einem Münchner Hotel Sex mit einer minderjährigen Prostituierten gehabt zu haben. Der Fußballstar wurde damals freigesprochen und beteuerte stets, das Alter des Mädchens nicht gekannt zu haben. Zudem bestritt er, „Sex gegen Bezahlung“ gehabt zu haben.

Die aktuelle Erwähnung in den Epstein-Akten wirft somit neue Fragen auf, obwohl keine direkten Verbindungen zu Epstein bestehen. Die Entwicklung zeigt, wie sensibel und komplex der Umgang mit solchen Dokumenten ist, insbesondere wenn prominente Namen involviert sind.

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