Rekordweltmeister Brasilien und der amtierende Afrika-Cup-Sieger Marokko haben sich im ersten Kracher-Duell dieser Weltmeisterschaft mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. Im Mittelpunkt stand dabei Bayern-Wunschspieler Ismael Saibari (25). Der marokkanische Stürmer schockte Brasilien mit seinem Tor zur 1:0-Führung und versetzte der Selecao sportlich einen herben Schlag. Nach der Pause gab es dann auch im wahrsten Sinne des Wortes eine blutige Nase bei Brasiliens Joker Fabinho, der zur Halbzeit für Casemiro eingewechselt worden war. Dem Abräumer lief Blut über das Gesicht und das Trikot. Er musste behandelt werden, wobei die Blutung mit Taschentüchern gestoppt wurde. Fabinho konnte weiterspielen.
Starker Marokko-Auftritt
Marokko machte es Brasilien von Beginn an richtig schwer und ging dank des Bayern-Kandidaten Saibari in Führung. Brahim Diaz spielte einen traumhaften Steckpass auf Saibari, der die Kugel von der Strafraumkante über den herausstürmenden brasilianischen Keeper Alisson ins Netz lupfte – 1:0 (21. Minute). Die Bayern haben mit dem Offensiv-Star von Holland-Meister Eindhoven bereits eine vollständige Einigung über einen möglichen Vertrag erzielt – für den Fall eines Wechsels. Jetzt geht es noch um die Ablösesumme!
Bayern-Poker mit Saibari läuft
Nach Informationen dieser Redaktion laufen seit dem vergangenen Montag die Gespräche zwischen den Klubs. Eindhoven fordert für Saibari (Marktwert 40 Millionen Euro) über 50 Millionen Euro. Bayern soll eher eine Summe zwischen 45 und 50 Millionen Euro vorschweben.
Brasiliens schnelle Antwort
Brasilien war nach dem Rückstand jedoch nicht geschockt. Die Selecao schlug schnell zurück – dank einer starken Einzelaktion von Vinicius Junior. Der Real-Star tanzte einen Gegner im Strafraum aus und knallte die Kugel mit 101 km/h ins lange Eck – 1:1 (32. Minute). Vor dem WM-Auftakt hatte Vinicius Junior am Freitag gesagt: „Ich befinde mich im wichtigsten und speziellsten Moment meiner Karriere. Körperlich und technisch erreiche ich das Level, von dem ich immer geträumt habe.“ Das brachte er auch auf dem Rasen des Final-Stadions in New Jersey zum Ausdruck. Dort sorgten deutlich mehr als 50.000 Fans der Selecao für ein Brasilien-Heimspiel.
Marokko knüpft an WM-2022-Leistung an
Die Nordafrikaner knüpften an die guten Leistungen bei der Wüsten-WM 2022 in Katar an. Damals war Marokko sensationell ins Halbfinale gestürmt (0:2 gegen Frankreich). Gegen Brasilien bewies Marokko, dass sie erneut die Top-Teams ärgern können. Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!



