Ghanas Sportdirektor Schäfer blickt selbstbewusst auf Länderspiel gegen Deutschland
Am Montag steht eine deutsche Trainer-Legende auf der Seite des Gegners: Winfried Schäfer (78), seit 2025 technischer Direktor beim ghanaischen Fußballverband, trifft mit den „Black Stars“ auf die deutsche Nationalmannschaft. Im Gespräch mit BILD zeigt sich der frühere Bundesliga-Trainer von KSC und Gladbach respektvoll, aber durchaus zuversichtlich.
„Gegen Deutschland zu spielen ist immer ein Highlight“
„Gegen Deutschland zu spielen, ist immer ein Highlight“, betont Schäfer. Er weiß um die Herausforderung, sieht aber auch Chancen für sein Team. „Wir haben eine relativ junge Mannschaft, und unsere erfahrenen Spieler Jordan Ayew und Thomas Partey spielen aktuell nicht regelmäßig in ihren Klubs. Aber wenn man sieht, was die Jungs im Training leisten, ist das schon gut. Wir müssen das nur noch auf den Platz bringen.“
Schäfer macht eine klare Ansage zum Spielverlauf: „Wenn wir Gas geben und richtig zusammenarbeiten, können wir Deutschland ärgern – dann wird es ein tolles Spiel.“ Das Duell mit dem DFB-Team kommt zur rechten Zeit, auch mit Blick auf die anstehende WM 2026, wo Ghana in einer schweren Gruppe mit England, Kroatien und Panama antreten muss.
Einschätzung zur WM-Gruppe und deutschen Mannschaft
Der technische Direktor ordnet die WM-Gegner nüchtern ein: „Kroatien und England sind natürlich Top-Teams. Panama ist eine echte Kämpfertruppe, da musst du richtig arbeiten. Wenn unsere Jungs konzentriert sind, können wir in die K.o.-Phase einziehen. Ich bin mir sicher, dass wir das schaffen. Je näher die WM rückt, desto größer wird das Kribbeln.“
Zur deutschen Nationalmannschaft findet der 78-Jährige deutliche Worte. Über Florian Wirtz sagt er: „Zu Wirtz muss man nicht mehr viel sagen – er ist überragend.“ Insgesamt traut er der DFB-Elf bei der Weltmeisterschaft viel zu: „Ich traue Deutschland alles zu. Die Gegner müssen vor Deutschland Angst haben – dann gewinnen sie auch. Und ich habe das Gefühl, dass das wiederkommt.“
Eine Personalie sieht Schäfer dennoch kritisch: „Ich mag Kimmich sehr, aber vor allem als Mittelfeldspieler, nicht als Rechtsverteidiger.“ Diese taktische Einschätzung unterstreicht seine fundierte Analyse des deutschen Teams.
Junge ghanaische Mannschaft mit Entwicklungspotenzial
Schäfer blickt selbstbewusst auf sein Team, betont aber gleichzeitig die notwendige Entwicklung. Die Kombination aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern, die aktuell weniger Einsatzzeit in ihren Vereinen erhalten, stellt sowohl Chance als auch Herausforderung dar. Das Länderspiel gegen Deutschland dient als wichtiger Test vor der anspruchsvollen WM-Gruppe.
Mit Trainer Otto Addo (50), der früher beim BVB und HSV aktiv war, hat Ghana einen erfahrenen Kopf an der Seitenlinie. Das Zusammenspiel zwischen Addo und technischem Direktor Schäfer könnte entscheidend sein für den Erfolg der „Black Stars“ bei der kommenden Weltmeisterschaft.



