Starker Auftakt bei der Team-WM
Die deutschen Darts-Profis Martin Schindler und Ricardo Pietreczko sind erfolgreich in den World Cup of Darts gestartet. In der Frankfurter Eissporthalle besiegten sie das philippinische Duo mit 4:0 und begeisterten das Heim-Publikum. Von Beginn an zeigten sie eine konzentrierte Leistung und ließen den Asiaten keine Chance. Mit diesem Sieg haben sie sich eine hervorragende Ausgangsposition für das Weiterkommen verschafft.
Kritik an Pietreczko vor dem Turnier
Vor dem Turnier war die Teilnahme von Pietreczko umstritten. Der gebürtige Nürnberger kämpfte mit einem Formtief und Dartitis-Problemen, die ihn am rechtzeitigen Loslassen des Pfeils hinderten. Viele Fans forderten, dass er auf eine Teilnahme verzichten solle. Schindler zeigt sich darüber verärgert und verteidigt seinen Teamkollegen.
Schindler stellt sich schützend vor Pietreczko
„Ich finde das wirklich anmaßend, dass Leute von draußen sich das Recht rausnehmen, über Ricardos Situation zu urteilen“, erklärt Deutschlands Nummer eins. „Es ist nicht so, dass er das mit Absicht macht, ganz im Gegenteil. Ricardo kämpft dagegen, und ich finde das sehr, sehr toll, und ich habe dafür auch Respekt, dass er dagegen kämpft.“ Schindler betont, dass Pietreczko sich den Platz im Team über viele Jahre verdient habe und dass dies respektiert werden müsse.
Pietreczko überzeugt auf der Bühne
Pietreczko selbst ließ auf der Bühne alle Zweifler verstummen. Von seiner Formkrise war nichts zu spüren. Er zeigte eine starke Partie und hatte keinerlei Wurfschwierigkeiten. Seine Leistung war umso beeindruckender, da er die schweren Probleme in kurzer Zeit überwunden hatte. „Ich glaube da hat mein Mental-Coach sehr viel mit zu tun, dass ich jetzt auch wieder werfe, wie ich eben werfe und das vom Kopf her wieder hinkriege“, erklärte Pietreczko überglücklich. „Ich wollte Martin nicht im Weg stehen, aber es harmoniert halt einfach auf der Bühne, und ich glaube, das macht auch sehr, sehr viel aus.“
Ausblick auf die nächste Gruppenpartie
Bereits am Freitagabend steht die zweite Gruppenpartie gegen Neuseeland an. Die Deutschen sind heiß auf das Weiterkommen, das nach dem Auftaktsieg schon fast sicher ist. Schindler bleibt jedoch gelassen: „Wir konzentrieren uns jetzt erstmal auf Neuseeland, die können auch sehr, sehr gut Dart spielen.“ Trotz der gebremsten Euphorie ist klar: Die Teamchemie stimmt zu 100 Prozent. Beide lachen viel und haben Spaß miteinander. Durch den Auftaktsieg haben sich die Deutschen zu einem Geheimfavoriten entwickelt.



