Sinner überlebt Wimbledon-Drama vor Beckhams Augen – Comeback nach 3:29 Stunden
Sinner überlebt Wimbledon-Drama vor Beckhams Augen

Jannik Sinner hat sein Erstrundenmatch in Wimbledon gegen den serbischen Außenseiter Miomir Kecmanovic nach einem harten Kampf mit 4:6, 6:3, 6:7, 6:2, 6:3 gewonnen. Der Weltranglisten-Erste verhinderte damit knapp ein frühes Aus, nachdem er bereits bei den French Open in der zweiten Runde gescheitert war. Auf der Tribüne verfolgte Fußball-Ikone David Beckham das Match live aus der Royal Box.

Beckham verfolgt Sinners Kampf aus der Royal Box

David Beckham (51) saß in der ersten Reihe der Royal Box neben Sinners Mutter Sandra (77) und konnte kaum glauben, was er sah. Auch Beckhams Sohn Romeo (23) war mit seiner Freundin, Model und DJane Kim Turnbull (24), anwesend, jedoch weit entfernt von Vater und Großmutter. Beckham war nach dem letzten Gruppenspiel der englischen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM gegen Panama (2:0) nach London gereist und wird ab Dienstag aus der Ferne verfolgen, wie es Sinner weiter ergeht. Am Mittwoch will er zum Sechzehntelfinale gegen den Kongo wieder in Nordamerika sein.

Sinner hadert mit der Hitze und der eigenen Form

Sinner hatte in Paris in der zweiten Runde gegen Juan Manuel Cerundolo eine 2:0-Satzführung und 5:1 im dritten Satz verspielt, bevor ihm die Bedingungen den Stecker zogen. Danach folgten intensive Untersuchungen im San-Raffaele-Krankenhaus in Mailand und eine vierwöchige Wettkampfpause. Nur ein Schauturnier ohne Wertung bestritt der Südtiroler auf Rasen. Vor zwei Tagen sagte er: „Es waren allgemeine Untersuchungen, um meinen Gesundheitszustand zu überprüfen und sicherzustellen, dass mit meinem Körper alles in Ordnung ist. Das ist auch der Fall. Alle Tests waren sehr gut.“

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Matchverlauf: Von Rückstand zum Comeback

Im ersten Satz reichte Kecmanovic ein Break zum 6:4. Im zweiten Satz wirkte Sinner angeschlagen, war aber in den entscheidenden Momenten präsent und gewann 6:3. Im dritten Satz rutschte Sinner beim Rückwärtslaufen weg und blieb liegen; die Schiedsrichterin kam von ihrem Hochsitz herunter, um nach ihm zu sehen. Er konnte weiterspielen, verlor jedoch den Tiebreak. Unter den 15.000 Zuschauern auf dem Centre Court machten sich Ängste breit: Würde der Titelverteidiger gleich in der ersten Runde ausscheiden?

Entscheidender vierter Satz und Finale

Im vierten Satz bäumte sich Sinner auf und gewann 6:2. Er verließ erneut den Rasen, um sich in der Kabine zu erholen – mit Erfolg. Im entscheidenden fünften Satz blieb die Partie lange ausgeglichen, doch der Favorit verwandelte nach 3:29 Stunden seinen ersten Matchball zum 6:3. Die Erleichterung war dem Italiener deutlich anzusehen. Hätte Sinner verloren, wäre Alexander Zverev der bestplatzierte Spieler im Turnier gewesen, nachdem die Nummer 2, Carlos Alcaraz, verletzt abgesagt hatte.

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