St. Pauli erlebt bitteres 0:4-Debakel gegen überlegenes Bayer Leverkusen
Der FC St. Pauli hat in der Bundesliga eine deutliche 0:4-Niederlage gegen Bayer Leverkusen hinnehmen müssen. Bereits nach 15 Spielminuten stand es durch Tore von Quansah und Schick 0:2, ehe Tapsoba und Poku in der zweiten Halbzeit nachlegten. Für die Kiezkicker war es die zweite deutliche Niederlage innerhalb kurzer Zeit gegen Leverkusen, nachdem sie bereits im Pokal-Viertelfinale mit 0:3 unterlegen waren.
Kapitän Irvine kritisiert fehlende Energie und Intensität
St. Paulis Kapitän Jackson Irvine zeigte sich nach dem Spiel deutlich enttäuscht: "Wir waren schlecht über das gesamte Spielfeld. Nicht gut genug mit dem Ball, nicht genug Energie in der Defensive, auch ich nicht. Ein ganz harter Nachmittag." Der 32-jährige Australier machte keinen Hehl aus der mangelnden Leistung seines Teams.
Innenverteidiger Karol Mets ergänzte: "Wir haben in der ersten Hälfte ein schlechtes Gesicht gezeigt. Wenn wir nicht bei 100 Prozent sind, wenn wir diese Intensität nicht hinkriegen, wird es für uns gegen jeden Gegner hart." Die Leverkusener nutzten die Schwächen der Hamburger konsequent aus und dominierten das Spiel von Beginn an.
Blessin analysiert die Gründe für die deutliche Niederlage
Trainer Alexander Blessin zeigte sich ernüchtert: "Wir hatten in keinster Weise die Energie, um hier was zu holen." Der 52-jährige Trainer weiter: "Wenn du nicht bei 100 Prozent bist und Leverkusen in einem guten Zustand Lust hat, den Ball zirkulieren zu lassen..." Dann würden Gegentore fallen, so seine Analyse.
Die statistischen Daten unterstreichen die Dominanz der Leverkusener:
- St. Pauli: 11 Torschüsse, nur einer aufs Tor (Joel Fujita/86.)
- Leverkusen: 12 Torschüsse, 7 aufs Tor, 4 Treffer
- Drei Kopfball-Gegentore für St. Pauli
Spielverlauf: Leverkusen entscheidet früh
Bereits in der 14. Minute erzielte Quansah nach einer Flanke von Poku das 1:0. Nur 98 Sekunden später erhöhte Schick auf 2:0. In der zweiten Halbzeit köpfte Tapsoba nach einer Ecke zum 3:0 ein, bevor Poku mit einem Distanzschuss aus 20 Metern das 4:0 erzielte.
Besonders bitter für St. Pauli: Beim 1:0 prallte der Kopfball von Quansah von der Unterkante der Latte und von Torwart Niko Vasiljs verlängertem Rücken ins Tor. Beim 2:0 stand Vasilj erneut im Mittelpunkt, konnte aber Schicks Schuss nicht verhindern.
Ausblick: Keller-Duell gegen Bremen als nächste Herausforderung
Nach dem starken 2:1 gegen Stuttgart zuvor war dies ein enttäuschender Auftritt der Kiezkicker. Trainer Blessin forderte seine Mannschaft auf, die Niederlage schnell abzuhaken: "Das müssen wir schnell abhaken und uns schnell wieder auf das nächste Spiel konzentrieren."
Die nächste Herausforderung wartet bereits: Das Keller-Duell zu Hause gegen Werder Bremen. Für St. Pauli geht es darum, aus der deutlichen Niederlage zu lernen und mit neuer Energie in das wichtige Spiel zu gehen.



