Der FC St. Pauli hat offiziell seine Teilnahme an der neuen U21-Liga der Deutschen Fußball Liga (DFL) bekannt gegeben. Sportchef Andreas Bornemann (54) bestätigte die Meldung am Montag, dem 15. Juni, dem Stichtag für die Anmeldung. Damit stellt der Bundesliga-Absteiger die Weichen für die Zukunft – sowohl für den Nachwuchs als auch für die Profis.
Neuer Wettbewerb als Ergänzung
Die U21-Liga wurde im März beschlossen und ist ein freiwilliges Zusatzangebot für alle Klubs der 1. und 2. Liga. Sie richtet sich an Spieler im Übergangsbereich der Altersklassen U17 bis U21, aber auch an ältere Profis, die nach Verletzungen wieder Spielpraxis sammeln sollen. Anders als herkömmliche Ligen gibt es keinen festen Spielplan; die Klubs entscheiden je nach Bedarf über die Anzahl der Partien. Pro Halbserie sollen zwischen drei und sechs Spiele absolviert werden. Die Begegnungen finden ohne Zuschauer in den Leistungszentren der teilnehmenden Klubs oder an neutralen Standorten statt.
Vorteile für den FC St. Pauli
Für den FC St. Pauli bietet die neue Liga eine ideale Möglichkeit, verletzten Profis hochwertige Spielpraxis zu ermöglichen. Ein aktuelles Beispiel ist Mathias Pereira Lage (29), der nach einem Kreuzbandriss im Herbst wieder auf dem Platz stehen soll. Die Teilnahme an der U21-Liga erfordert keine zusätzlichen Teams, sondern nutzt vorhandene Spieler. Die U23 des Klubs startet derweil in der Regionalliga Nord, nachdem der TSV Havelse in der 3. Liga verblieben ist.
Unter Neu-Trainer Marcel Rapp (47) will sich der FC St. Pauli in der 2. Liga stabilisieren und möglichst oben mitspielen. Die U21-Liga ist ein weiterer Baustein, um Talente zu fördern und den Kader breit aufzustellen. Das erste öffentliche Training der Profis beginnt in zehn Tagen.



