Österreich startet mit Zittersieg gegen Jordanien in WM
Österreichs Zittersieg gegen Jordanien zum WM-Auftakt

Österreich ist mit einem Zittersieg gegen Jordanien in die langersehnte erste Weltmeisterschaft seit 28 Jahren gestartet und hat erstmals seit 1990 wieder ein WM-Spiel gewonnen. Die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick besiegte den Außenseiter bei dessen WM-Premiere mit 3:1 (1:0). Vor 36 Jahren hatte es ein 2:1 in der Vorrunde gegen die USA gegeben.

Spielverlauf und entscheidende Szenen

Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion profitierten die Österreicher nach einem Treffer von Romano Schmid (20. Minute) diesmal auch von einem Eigentor von Yazan Al-Arab (77.) und einem verwandelten Handelfmeter von Marko Arnautovic in der Nachspielzeit (90.+12.). Das wenig überzeugende Team um Kapitän David Alaba und FC-Bayern-Allzweckwaffe Konrad Laimer konnte sich zudem bei seinem Torwart Alexander Schlager sowie der Latte bedanken, dass die guten Jordanier nicht mindestens einen Punkt mitnahmen. Für Jordanien reichte es nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ali Olwan (50.).

Frühe Chancen für Jordanien

Jordaniens Kapitän Ihsan Haddad hatte die Österreicher vor der Partie als „eines der stärksten Teams bei der Weltmeisterschaft“ bezeichnet. Er selbst übertölpelte den Favoriten fast direkt. Nach nicht einmal anderthalb Minuten kam Haddad zum Schuss, traf jedoch nur das Außennetz. Jordanien machte es geschickt. Österreich hatte oft den Ball, kam mit dem guten Stellungsspiel und dem aggressiven Zweikampfverhalten des WM-Neulings aber nicht wirklich klar. Keeper Alexander Schlager musste bei einem Schuss von Odeh Al-Fakhouri sein ganzes Können zeigen, um das 0:1 zu verhindern.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Schmids Traumtor bringt Führung

Gegen die dichte Defensive Jordaniens brauchten die Rot-Weiß-Roten eine besondere Aktion – und Schmid gab sie ihnen. Der 26-Jährige von Werder Bremen traf sehr sehenswert aus rund 20 Metern in den Winkel. Es war das erste WM-Tor der Österreicher seit einem Treffer des früheren Bundesliga-Stars Andreas Herzog beim Turnier 1998 in Frankreich in der Vorrunde.

Jordanien kämpft sich zurück

Wer nun dachte, der Außenseiter sei geschockt, sah sich getäuscht. Bei einem Kopfball von Olwan rettete die Latte für Österreich, einen weiteren Versuch des Stürmers parierte Schlager. Vom Rangnick-Team kam offensiv sehr wenig. Der Plan des 67-Jährigen, der vor wenigen Tagen seinen Vertrag verlängert hatte, Laimer bis in die zweite Hälfte als eine Art Spielmacher aufzubieten, ging überhaupt nicht auf.

Die biedere Darbietung rächte sich. Nach einem österreichischen Ballverlust schaltete Jordanien schnell um. Olwan wurde nicht angegriffen und traf mit Hilfe des Pfostens zum von den zahlreichen jordanischen Fans im Stadion ausgelassen bejubelten Ausgleich.

Eigentor und Elfmeter entscheiden

Rangnick stellte nun um und brachte frische Kräfte. Österreich kam etwas besser in die Partie. Der eingewechselte Arnautovic traf auch zum vermeintlichen 2:1. Schiedsrichter Dahane Beida aus Mauretanien gab den Treffer des 37-Jährigen wegen eines Handspiels von Stefan Posch nach Ansicht der Videobilder aber nicht. Kurz darauf durften sich die Österreicher dann doch noch freuen. Erneut war Arnautovic, der den Eigentor-Schützen im Zweikampf bedrängte, beteiligt. Der frühere Bundesligaprofi verwandelte auch in der Nachspielzeit einen nach Videobeweis gegebenen Handelfmeter zum Endstand.

Ausblick auf das nächste Spiel

Im zweiten Spiel trifft Österreich am Montag auf Weltmeister Argentinien um Superstar Lionel Messi, der beim 3:0 für den Titelverteidiger in deren erstem Gruppenspiel gegen Algerien alle drei Tore erzielte.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration