Synchronschwimm-Pionier Seidel: Coming-out im Sport war befreiend
Synchronschwimm-Pionier Seidel: Coming-out im Sport

Frithjof Seidel, Europameister im Synchronschwimmen, hat sein Coming-out im Sport nicht geplant. Mit 17 Jahren nutzte er einen beiläufigen Kommentar eines Trainingskollegen beim Wasserspringen, um sich zu outen. „Hey Leute, so sieht’s aus. Ich bin schwul“, sagte er damals. Im Nachhinein bewerteten seine Mitsportler diesen Schritt als mutig und cool, wie er selbst berichtet.

Ein langer Weg zur Akzeptanz

Seidel ist einer der wenigen Männer in einer traditionell weiblich geprägten Sportart. Der Weg, seinen Freund zu Wettkämpfen mitnehmen zu können, war lang und von vielen Hürden geprägt. Er betont, dass nicht seine Sexualität, sondern sein Geschlecht das eigentliche Thema war. „Ich war der einzige Junge in einer Mädchengruppe – das war ungewohnt für alle“, so Seidel.

Erfahrungen als Pionier

Der Europameister sieht sich als Vorreiter für mehr Diversität im Synchronschwimmen. Er hofft, dass sein Beispiel andere ermutigt, sich zu outen und für ihre Rechte einzustehen. „Es wird langsam besser, aber es gibt noch viel zu tun“, sagt er. Seine Geschichte zeigt, wie wichtig Sichtbarkeit und offene Kommunikation im Sport sind.

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