In der Bundesliga der Männer ist der SC Magdeburg fast schon Meister, der THW Kiel blickt auf Platz 1. Jetzt kann sich der Spieß umdrehen – zumindest im Nachwuchs. Am Sonntag wird es besonders in der Handballstadt Kiel. Zum ersten Mal seit Einführung des Nachwuchsleistungs-Handballs steht eine Mannschaft der Jungzebras im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Die U19 des THW Kiel trifft im Hin- und Rückspiel auf den Nachwuchs des Champions-League-Siegers SC Magdeburg.
Final-Hinspiel in der Merkur Ostseehalle
Das Final-Hinspiel findet am kommenden Sonntag um 16 Uhr in der Merkur Ostseehalle statt (Rückspiel: 8. Mai, 18 Uhr). Bereits im Halbfinale gegen die Füchse Berlin war die Halle der U19 in Altenholz sehr gut gefüllt. Deshalb entschied sich der Verein für den Umzug. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wird dort wieder ein Jugend-Handballspiel ausgetragen.
„Sonntag ist ein großer Tag in der Geschichte der Nachwuchsarbeit bei unserem THW Kiel“, sagt Geschäftsführer Viktor Szilagyi. „Das erste Finale um die Deutsche Meisterschaft mit Kieler Beteiligung ist ein Beleg für unsere hervorragende Arbeit im Nachwuchsbereich und in der Talentförderung. Der Umzug in die Merkur Ostseehalle ist in gewisser Weise eine Belohnung für die grandiose Entwicklung im gesamten Nachwuchsbereich beim THW Kiel, die eng mit der Arbeit vieler haupt- und ehrenamtlicher Helfer verknüpft ist.“ Die Jungzebras wollen mithilfe der „weißen Wand“ einen Zuschauerrekord im Jugend-Handball erreichen (Tickets kosten zwischen 6 und 10 Euro).
Junge Talente aus dem Profikader
Mit Rasmus Ankermann und Johan Rohwer sind auch zwei Youngsters aus dem Profibereich und dem erweiterten Kader des THW Kiel spielberechtigt. „Das wird ein besonderes Erlebnis, von dem jeder in unserer Mannschaft noch lange sprechen wird. Wir hoffen natürlich darauf, dass die Stimmung ähnlich emotional wie in Altenholz sein wird. Denn wir benötigen unsere Fans, wir brauchen eine großartige Atmosphäre, um diesen starken SC Magdeburg zu besiegen“, sagt Kapitän Johan Rohwer.
Der THW Kiel hat in den letzten Jahren massiv in seine Nachwuchsarbeit investiert. Mit dem Einzug ins Finale zeigt sich nun der Erfolg dieser Strategie. Die Jungzebras sind bereit, gegen den favorisierten Nachwuchs des SC Magdeburg zu bestehen. Die Vorfreude auf das Spiel ist riesig, sowohl bei den Spielern als auch bei den Fans. Die Verantwortlichen hoffen auf eine volle Halle und eine tolle Atmosphäre, die die Mannschaft zu Höchstleistungen anspornen wird.



