Tor-Klau in der 4. Liga: HFC-Trainer tobt nach nicht gegebenem Treffer
Tor-Klau in der 4. Liga: HFC-Trainer tobt

Am Mittwochabend kassierte der Hallesche FC eine verdiente 1:4-Niederlage beim SV Babelsberg. Die Mannschaft von Trainer Robert Schröder zeigte einen schwachen Auftritt und musste sich am Ende deutlich geschlagen geben. Doch der Frust beim 37-jährigen Coach richtete sich nicht nur gegen die eigene Leistung, sondern vor allem gegen das Schiedsrichtergespann um Benjamin Strebinger (25, Hildburghausen).

Klares Tor nicht anerkannt

Auslöser war eine Szene in der ersten Halbzeit, als Serhat Polat den Ball aus kurzer Distanz ins Tor beförderte. Auf den TV-Bildern ist deutlich zu sehen, dass der Ball hinter dem rechten Torpfosten die Linie vollständig überquert hatte. Dennoch entschied Schiedsrichter Strebinger auf kein Tor. Auch sein Assistent Lars Albert (47, Muldenhammer) hatte den Treffer nicht gesehen. Die Aufnahmen des MDR zeigen eindeutig, dass der Ball im Tor war.

Schröder explodiert am Mikrofon

„Alle, bis auf zwei Leute, haben es gesehen. Es ist für mich bodenlos und einfach nicht zu erklären, wie man das nicht sehen kann. Das ist einfachste Physik – ein Ball kann nicht so rausspringen“, polterte Schröder nach dem Spiel am MDR-Mikrofon. Der HFC-Trainer ließ seinem Frust freien Lauf und kritisierte die Unparteiischen scharf: „Uns wird mit einer Arroganz entgegengetreten, und selbst dürfen wir keine Emotionen zeigen und müssen ruhig bleiben.“

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Schröder erinnerte an frühere Vorfälle mit demselben Schiedsrichtergespann. „Es ist ja nicht das erste Mal passiert. Gegen Altglienicke nimmt ein Spieler drei Meter vor dem gleichen Schiedsrichter, der heute das Tor nicht sieht, den Ball mit der abgespreizten Hand weg. Im Hinspiel gegen Chemie Leipzig bekommen wir von dem heutigen Schiedsrichter eine Gelb-Rote Karte, obwohl der Spieler noch nicht mal Gelb hatte. Es ist unerklärlich, eine Katastrophe.“

Sportlich ohne Bedeutung, aber dennoch ärgerlich

Für den Halleschen FC geht es sportlich um nichts mehr, da die Saison bereits entschieden ist. Dennoch sorgt die Fehlentscheidung für großen Unmut. Ob Schröders Wutrede Konsequenzen durch den Verband haben wird, ist derzeit unklar.

Am 8. Mai empfängt Halle im heimischen Stadion Carl Zeiss Jena. Der Trainer hofft auf eine ruhigere Partie ohne derartige Aufregungen.

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