Tour-Schock um Lipowitz: Schlüsselbeinbruch überschattet Evenepoels Sieg
Tour-Schock um Lipowitz: Schlüsselbeinbruch überschattet Sieg

Die 16. Etappe der Tour de France endete für das Red-Bull-Team mit einem bitteren Beigeschmack. Zwar sicherte sich Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel den zweiten Etappensieg in Folge, doch der Sturz von Florian Lipowitz überschattete den Erfolg. Der Deutsche zog sich im Einzelzeitfahren einen Schlüsselbeinbruch zu und muss mindestens sechs Wochen pausieren. Teamchef Ralph Denk zeigte sich tief betroffen: „Wir werden ihn hier nicht nur im Kampf ums Podium vermissen, sondern auch als Menschen. Wir haben heute gewonnen, aber es ist nicht so, dass es supergeil für uns ist.“

Evenepoel fühlt mit Lipowitz

Auch Evenepoel sprach seinem Teamkollegen sein Mitgefühl aus: „Nach all den Opfern, die er gebracht hat, tut das besonders weh. In erster Linie ist es sehr bitter für ihn selbst, aber auch für das Team.“ Lipowitz hatte sich bei einem Sturz im Zeitfahren verletzt, das Evenepoel souverän vor Spitzenreiter Tadej Pogacar gewann. Für den Deutschen ist die Tour damit beendet – ein schwerer Schlag für die Ambitionen des Rennstalls.

Auswirkungen auf die Teamtaktik

Lipowitz war als dritter der Gesamtwertung ein wichtiger Trumpf für Red Bull. „Es ist immer besser, mit zwei Fahrern in der Spitzengruppe zu sein. Wenn man sich die vergangenen Bergetappen anschaut: Wenn noch sieben Fahrer übrig waren, war Florian immer dabei“, erklärte Evenepoel. „Außerdem hat er noch um Platz drei gekämpft. Es ist schade, ihn zu verlieren – das macht einen großen Unterschied.“ Teamchef Denk ergänzte: „In erster Linie ist es sehr bitter für ihn.“

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Lipowitz‘ Saison vor dem Aus

Der 24-Jährige stand sichtlich unter Schock. Mit mindestens sechs Wochen Pause ist seine Saison quasi gelaufen. Für die Vuelta (22. August bis 13. September) oder die WM in Montreal (20. bis 27. September) reicht es kaum. Allenfalls sind im Herbst Eintagesrennen wie die Lombardei-Rundfahrt (10. Oktober) möglich. Dabei begann die Tour für Lipowitz vielversprechend: Als Sensationsdritter des Vorjahres war er hochmotiviert, doch ständige Diskussionen um die Doppelspitze, ein kleiner Zwist mit Evenepoel und die Enttäuschung auf der Bergetappe zum Plateau de Solaison belasteten ihn.

Red Bull setzt nun alles auf Evenepoel

Der Belgier liegt als Zweiter 4:32 Minuten hinter Pogacar. „Wir werden das Podium nicht herschenken. Es wird sicher noch ein harter Kampf, hohe Berge kommen. Aber wir haben auch einen starken Remco“, sagt Denk. Auf die Frage, ob Evenepoel Pogacar noch gefährlich werden könne, antwortete er: „Ich habe immer gesagt, wenn irgendwas ist, dann muss man auf der Hut sein. Aber Mann gegen Mann sehe ich da keine Chance.“

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