Union Berlin: Durchwachsene Vorbereitung, viele Ausfälle und Torflaute
Union Berlin: Durchwachsene Vorbereitung mit vielen Ausfällen

Der 1. FC Union Berlin hat die ersten drei Wochen der Saisonvorbereitung abgeschlossen – und das Zwischenfazit fällt durchwachsen aus. Die Qualität des Kaders konnte bislang nicht verbessert werden, die meisten Testspiele gegen unterklassige Gegner brachten keine Erfolgserlebnisse, und es gibt ungewöhnlich viele Ausfälle. Manager Horst Heldt (56) räumte im Vereins-TV ein, dass der Testspiel-Marathon mit sechs Partien in drei Wochen, alle auswärts, zu viel war. Dennoch wurde der Plan so umgesetzt. Trainer Mauro Lustrinelli (50) wurde vor vollendete Tatsachen gestellt und behalf sich mit dem Einsatz vieler U19-Talente.

Kaderqualität und taktische Umstellung

Im Vergleich zur Vorsaison ist Union qualitativ nicht besser geworden. Die abgewanderten Stamm-Innenverteidiger Danilho Doekhi (30/Lazio Rom) und Diogo Leite (27/offen) wurden durch Marvin Friedrich (30/Mönchengladbach) und Zeno van den Bosch (23/Antwerpen) ersetzt, ob dies gleichwertig ist, bleibt offen. Im Angriff fehlen echte Vollstrecker. Laut Transfermarkt.de soll Eren Dinkci (24/Freiburg) ein Kandidat sein. Taktisch setzt Union auf mehr Flexibilität: Statt der bisherigen Dreierkette soll eine Viererkette mit intensivem Pressing zum Einsatz kommen. Ob der Kader dafür ausgelegt ist, wird sich zeigen.

Torflaute und schwache Testspielergebnisse

Die Torflaute setzt sich fort: Andrej Ilic (26), Oliver Burke (29) und Co. ließen zu viele Chancen aus. Die letzten Ergebnisse in Aarau (1:2), Winterthur (1:1), Jena (0:2) und Chemnitz (1:1) waren ernüchternd. In den letzten drei Partien fielen nur zwei Tore – beide per Elfmeter. Kapitän Christopher Trimmel (39) sagte: „Speziell in der Schweiz haben wir gegen zwei Mannschaften gespielt, die in der nächsten Woche beginnen. Das hat man dann schon in der einen oder anderen Situation gemerkt.“ Auch der erste Pokalgegner Braunschweig wird am 23. August bereits zwei Zweitligaspiele absolviert haben.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hohe Ausfallquote und personelle Sorgen

Die Ausfälle sind ungewöhnlich hoch. In der Schweiz fehlten Torwart Frederik Rönnow (33), Robert Skov (30), Stanley Nsoki (27, alle muskuläre Probleme), Andrik Markgraf (20, Kreuzbandriss) und Tim Skarke (29, Trainingssteuerung). Lustrinelli sagte in Aarau: „Tim Skarke sollte zurückkommen, alles andere wird schwer.“ Immerhin kehren die Nationalelf-Urlauber Rani Khedira (32/WM mit Tunesien) und Dmytro Bogdanov (19/U19-EM mit der Ukraine) nach der trainingsfreien Woche (20. bis 26. Juli) zurück. Allerdings plagen Burke seit der Schweiz-Reise bestehende Achillessehnen-Probleme stärker.

Trainer Lustrinelli: Perfektionist und Familienmensch

Lustrinelli zeigt sich knallhart: Vor dem Test in Winterthur gab es einen Disput mit seinem Co-Trainer-Stab, weil das iPad an der Bank noch nicht einsatzbereit war. „Ich bin ein Perfektionist“, begründete er seinen Unmut. Zugleich ist er Familienmensch: Bei den Spielen in der Schweiz waren Frau Cristina sowie Freunde und Bekannte dabei. Nach dem Kurzurlaub in der Heimat reiste er nicht mit den Profis zurück, sondern blieb in der Schweiz.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration