Emotionale Rückkehr endet mit bitterer Niederlage für Union Berlin
Ein Wiedersehen mit der Vergangenheit, das für Steffen Baumgart und Union Berlin schmerzhaft endete. Zum ersten Mal seit seiner Entlassung im Jahr 2024 kehrte der 54-jährige Trainer in den Hamburger Volksparkstadion zurück – diesmal jedoch auf der Gegnerbank. Seine Mission, drei Punkte für die Berliner mitzunehmen, scheiterte trotz einer zwischenzeitlichen Führung. Der Aufsteiger HSV drehte seinem ehemaligen Coach in einer dramatischen zwölfminütigen Phase den Sieg weg und gewann am Ende mit 3:2.
Trimmel kritisiert defensive Schwächen
Union-Kapitän Christopher Trimmel zeigte sich nach dem Spiel sichtlich enttäuscht. „Wenn du auswärts zwei Tore schießt, sogar in Führung gehst und dann noch verlierst, ist das natürlich schlecht“, analysierte der 38-jährige Abwehrspieler. „Was aus der Sicht eines Defensivspielers noch mehr schmerzt, sind die Gegentore. Speziell in den letzten vier Spielen haben wir uns zehn Gegentore gefangen. Das ist definitiv zu viel für die Bundesliga.“ Diese defensive Instabilität wurde erneut zum Verhängnis.
Baumgarts gescheiterte Hamburg-Mission
Von Februar bis November 2024 hatte Steffen Baumgart die Hamburger trainiert und war an der Mission Aufstieg gescheitert. Bei seiner Rückkehr als Gegner konnte er sich zunächst über die Berliner Führung freuen. Querfeld verwandelte in der 28. Minute souverän einen Elfmeter, nachdem Capaldo Union-Stürmer Ilic mit dem Fuß am Kopf getroffen hatte. Doch die Freude währte nur kurz.
Königsdörffer dreht das Spiel für den HSV
Dann ergriff der HSV die Initiative, angeführt von Ransford Königsdörffer. Der 24-jährige Stürmer glich in der 35. Minute nach einer Kombination über Vieira und Glatzel aus. In der zweiten Minute der Nachspielzeit drehte Capaldo mit seinem Treffer zum 2:1 das Spiel komplett. Doch Königsdörffer war noch nicht fertig. Mit einem starken Dribbling erarbeitete er sich in der 82. Minute eine weitere Chance und traf zum 3:1 – sein viertes Saisontor.
Ilics Anschlusstreffer bleibt ohne Bedeutung
Für Union Berlin gelang Andrej Ilic in der Schlussphase nur noch der Anschlusstreffer zum 3:2. Ein kleiner Trost für den 25-jährigen Serben, der zuvor am leeren Tor vorbeigeschossen hatte. Dennoch mussten Ilic, Baumgart und die gesamte Mannschaft den HSV in der Bundesliga-Tabelle vorbeiziehen lassen. Die Niederlage unterstreicht die aktuellen Probleme der Berliner, besonders in der Defensive, während der HSV einen wichtigen Heimsieg feiern konnte.



