Die US-TV-Reporterin Abigail Velez hat sich für ihre umstrittenen Äußerungen über Bosnien-Herzegowina während der Fußball-Weltmeisterschaft entschuldigt. Ihre Kommentare seien ein missglückter Versuch gewesen, „ein bisschen Spaß“ zu machen, schrieb die Journalistin des Lokalsenders ABC7 in Los Angeles in den sozialen Medien. Bosnien-Herzegowina ist der Gegner von Gastgeber USA im Sechzehntelfinale, das in der Nacht zu Donnerstag in Santa Clara stattfindet.
Kritik an Ignoranz und Respektlosigkeit
Velez hatte während einer Übertragung gesagt: „Eine Sache zu Bosnien: Ich könnte nicht einmal auf einer Karte zeigen, wo es liegt. Ich habe keine Ahnung von Bosnien und will es auch gar nicht wissen. Denn Team USA ist zurück und besser denn je. Macht euch bereit, Bosnien, denn ihr wollt es zwar nicht - aber ihr werdet es kriegen!“ Dieser Spruch löste in den sozialen Medien heftige Kritik aus. Velez wurde vorgeworfen, mit ihren Äußerungen Ignoranz und Respektlosigkeit gegenüber Bosnien-Herzegowina gezeigt zu haben.
Entschuldigung und Einsicht
Im Nachgang erklärte die Journalistin, sie sei „zu weit gegangen“. Ihre Kommentare seien „unsensibel und unangemessen“ gewesen. „Ich entschuldige mich bei den Menschen in Bosnien und bei der bosnischen Fußballmannschaft. Bei der Weltmeisterschaft sollte es darum gehen, Menschen aus aller Welt zu vereinen - mein Kommentar spiegelte diesen Geist nicht wider“, schrieb Velez. Sie wünschte allen im Turnier verbliebenen Mannschaften „das Allerbeste“ für den weiteren Verlauf.
Reaktionen und Folgen
Die Entschuldigung von Velez wurde von vielen Nutzern in den sozialen Medien zur Kenntnis genommen, doch die Kritik an ihrem ursprünglichen Kommentar hält an. Der Vorfall zeigt, wie sensibel Äußerungen über Länder und Kulturen während internationaler Sportereignisse sein können. Die WM soll nach den Worten von Velez eigentlich der Völkerverständigung dienen, doch ihr Kommentar hatte den gegenteiligen Effekt.



