Ghanas Trainer Carlos Queiroz hat dem Videoschiedsrichter nach dem 0:0 gegen England bei der Fußball-Weltmeisterschaft eine kulinarische Pause unterstellt. „Wieder einmal hat der VAR einen Kaffee getrunken. Das ist verständlich, ich würde mir auch ab und zu gern einen Kaffee gönnen, aber es war ein klarer Elfmeter, Rote Karte“, sagte der 73 Jahre alte Portugiese auf der Pressekonferenz nach der Partie.
Strittige Szene in der 80. Minute
Queiroz spielte auf eine knifflige Szene nach knapp 80 Minuten an. England-Verteidiger Ezri Konsas hatte den zum Tor eilenden Prince Adu energisch vom Schuss abgehalten. Der VAR schaute sich das riskante Einsteigen nicht an. „Wir hatten unsere Chancen, bis zu dem Punkt, an dem sie Glück hatten. Sehr viel Glück“, sagte Queiroz. „Ich bin mir nicht sicher, ob der Videobeweis bei der Weltmeisterschaft noch funktioniert. Haben wir den Videobeweis überhaupt noch? Funktioniert er noch?“
Englands Star-Offensive scheitert an Ghanas Abwehr
Englands Star-Offensive um Bayern-Stürmer Harry Kane war an Ghanas Abwehr-Bollwerk verzweifelt und kassierte auf seiner Titel-Mission einen Dämpfer. Die Partie endete torlos, was für Ghana ein respektables Ergebnis gegen den Mitfavoriten darstellt. Queiroz‘ Kritik am VAR zeigt die anhaltende Diskussion über die Zuverlässigkeit der Technologie bei diesem Turnier.



