Nach der schwerwiegenden Störung im Netz der Deutschen Bahn am gestrigen Abend normalisiert sich der Zugverkehr allmählich. Wie das Unternehmen mitteilte, laufen die Züge vielerorts wieder nach Plan, doch die vollständige Wiederherstellung des regulären Betriebs werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. „Es wird noch einige Zeit dauern, bis alles wieder reibungslos läuft“, erklärte ein Bahn-Sprecher. Reisende zeigten sich vor allem genervt von den anhaltenden Beeinträchtigungen.
Ursache der Störung noch unklar
Die genaue Ursache der Großstörung, die am späten Abend zu erheblichen Verzögerungen und Zugausfällen führte, ist noch Gegenstand der Untersuchungen. Ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich um ein Problem in der Leit- und Sicherungstechnik, das mehrere Streckenabschnitte betraf. Die Bahn arbeitet mit Hochdruck daran, die Störung zu beheben und die Auswirkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten.
Reisende berichten von Chaos an den Bahnhöfen
An zahlreichen Bahnhöfen kam es in der Nacht zu chaotischen Szenen. Viele Züge fielen komplett aus oder hatten teils mehrstündige Verspätungen. Reisende mussten auf Ersatzverkehr oder Hotels ausweichen. „Ich stand über zwei Stunden am Gleis, ohne zu wissen, ob mein Zug überhaupt kommt. Das ist typisch Bahn“, sagte ein betroffener Fahrgast der BILD. Die Stimmung unter den Reisenden sei gereizt, viele forderten eine bessere Kommunikation seitens des Unternehmens.
Bahn bittet um Geduld
Die Deutsche Bahn bat die Fahrgäste um Verständnis und Geduld. Man sei dabei, die technischen Probleme zu beheben und den Betrieb Schritt für Schritt hochzufahren. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Störung zu beheben“, so ein Sprecher. Betroffene Reisende können ihre Tickets kostenfrei stornieren oder zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Zudem wurden an einigen Bahnhöfen Informationsstände eingerichtet, um die Fahrgäste zu unterstützen.
Auswirkungen auf den Berufsverkehr
Es wird erwartet, dass sich die Verspätungen und Zugausfälle auch auf den morgendlichen Berufsverkehr auswirken werden. Pendler sollten sich vor Reiseantritt über die aktuellen Verbindungen informieren und gegebenenfalls mehr Zeit einplanen. Die Bahn empfiehlt, die Reiseverbindungen vor Fahrtantritt zu prüfen und auf Durchsagen zu achten.



