VfB Stuttgart meldet sich im Kampf um die Königsklasse zurück
Eine Woche nach der enttäuschenden Niederlage beim FC St. Pauli hat der VfB Stuttgart im Rennen um die begehrten Champions-League-Plätze ein deutliches Lebenszeichen gesendet. Beim 3:1 (1:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Köln führte Stürmer Ermedin Demirovic die Schwaben mit einem Doppelpack zum wichtigen Dreier.
Wiedergutmachung nach St. Pauli-Pleite
Trainer Sebastian Hoeneß hatte nach der 0:1-Niederlage in Hamburg betont, man wolle "direkt wieder in die Spur kommen". Diesem Vorsatz folgten seine Spieler mit einer überzeugenden Leistung gegen die Kölner, die aufgrund von Anreiseproblemen auf Teile ihrer aktiven Fanszene verzichten mussten. Der Sieg katapultiert den VfB vorerst auf den vierten Tabellenplatz, wobei RB Leipzig noch die Möglichkeit zum Nachziehen hat.
Demirovic eröffnete bereits in der 15. Minute nach einer sehenswerten Kombination über Chris Führich und Jamie Leweling die Tore für die Gastgeber. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Ragnar Ache (79.) für die mutig aufspielenden Kölner konnte die Stuttgarter nicht aus der Bahn werfen. Demirovic stellte in der 84. Minute die alte Führung wieder her, ehe Deniz Undav in der Nachspielzeit den Endstand zum 3:1 fixierte.
Gelungene Generalprobe vor Europa-League-Duell
Der Erfolg kommt zur idealen Zeit für die Schwaben, die am Donnerstag im Hinspiel der Europa-League-Play-offs bei Celtic Glasgow antreten müssen. Es war bereits der fünfte Sieg im siebten Ligaspiel seit dem Jahreswechsel und unterstreicht die gute Form der Hoeneß-Elf.
Besonders bemerkenswert: Der VfB musste auf Mittelfeldchef Angelo Stiller verzichten, der nach einer Erkältung nur auf der Bank Platz nehmen konnte. Chema rückte stattdessen neben Kapitän Atakan Karazor ins defensive Mittelfeld und erfüllte seine Aufgabe zur Zufriedenheit.
Köln zeigt Mut, aber zu wenig Gefahr
Die Gäste von Trainer Lukas Kwasniok versteckten sich trotz der frühen Führung keineswegs und kämpften sich mit einer mutigen Spielweise in die Partie. Allerdings mangelte es an letzter Konsequenz im Abschluss. Jan Thielmann (38.) und Marius Bülter (59.) verpassten die besten Gelegenheiten für die Kölner, die weiterhin vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang behalten.
Für den VfB bedeutet dieser Sieg nicht nur drei wichtige Punkte im Kampf um die internationale Spitze, sondern auch einen psychologischen Boost vor dem anstehenden Europapokal-Duell in Glasgow. Die Stuttgarter haben bewiesen, dass sie Rückschläge wie die Niederlage in St. Pauli schnell verarbeiten können.



