WM 2026: Nach umstrittener Geste – Videoschiri beteuert Unschuld
Der australische Schiedsrichter Shaun Evans hat den Verdacht einer umstrittenen Handgeste während der TV-Übertragung des WM-Spiels zwischen Deutschland und Curaçao (7:1) energisch zurückgewiesen. „Ich möchte klarstellen, dass ich weder absichtlich eine Handgeste noch ein Symbol verwendet habe, um irgendeine Botschaft, Zugehörigkeit, ein Spiel oder eine Überzeugung zu vermitteln“, wurde Evans in einer Mitteilung des Fußball-Weltverbandes FIFA zitiert.
Der 38 Jahre alte Unparteiische war vor dem Anpfiff der Partie am Sonntag in Houston kurz im Video-Schiedsrichterraum mit seinen Kollegen gezeigt worden. In der Sequenz, die einige Sekunden dauerte, formte er mit dem Daumen und Zeigefinger einen Kreis und streckte die übrigen Finger aus. In sozialen Netzwerken wurde danach spekuliert, ob Evans ein Zeichen gemacht habe, das von rechtsextremen Gruppen als Symbol für „White Power“ verwendet wird.
Evans wies dies strikt zurück. „Natürlich verstehe ich, wie die Geste interpretiert wurde, und ich bedaure dies. Dennoch möchte ich unmissverständlich und kategorisch erklären, dass ich das besagte Handsymbol weder wissentlich noch absichtlich gezeigt habe“, sagte er. Die Berichterstattung im Anschluss an diesen Vorfall spiegele „einfach nicht wider, wer ich bin“.
Uruguay mit Stotter-Start bei WM
Nach Spanien hat auch Uruguay als zweiter Favorit der Gruppe H einen Stotter-Start in die Fußball-WM hingelegt. Der zweimalige Weltmeister musste sich in seinem Auftaktspiel in Miami gegen Saudi-Arabien mit einem 1:1 (0:1) zufriedengeben. Maxi Araujo (80. Minute) rettete mit seinem Ausgleichstreffer der nach dem Seitenwechsel drückend überlegenen La Celeste zumindest einen Punkt. Die Kritik an Startrainer Marcelo Bielsa (70) dürfte angesichts der vor allem in der ersten Halbzeit schwachen Leistung dennoch zunehmen.
Abdulelah Al-Amri (41.) hatte Saudi-Arabien in Führung gebracht und Hoffnungen auf einen zweiten Coup nach dem Sensations-Sieg bei der WM 2022 gegen den späteren Weltmeister Argentinien gemacht. Mit dem Remis ist für das Team des griechischen Trainers Georgios Donis nach dem ersten Spieltag noch alles möglich. Zuvor hatte Spanien gegen Außenseiter Kap Verde nur 0:0 gespielt.
Protestbekundungen vor erstem WM-Spiel des Iran
Kurz vor dem politisch aufgeladenen WM-Spiel der iranischen Nationalmannschaft gegen Neuseeland in den USA waren rund um das Stadion zahlreiche symbolträchtige Fahnen und auch Protestbekundungen zu sehen. „Die Fußballmannschaft der terroristischen Islamischen Republik vertritt nicht die Menschen im Iran“, war auf einem Schild zu lesen. Viele Menschen schwenkten alte iranische Flaggen aus der Zeit vor der Islamischen Revolution. Die Stimmung war knapp zwei Stunden vor Anpfiff in Inglewood nahe Los Angeles friedlich, wie ein dpa-Reporter beobachtete.
Dank Torwart Courtois: Belgien rettet Punkt gegen Ägypten
Fußball-Star Kevin de Bruyne und seine Belgier haben einen Fehlstart mit viel Mühe abgewendet und Ägypten den ersten Sieg der WM-Geschichte verdorben. Das Team um den langjährigen Weltklasse-Profi holte in Seattle nach Rückstand noch ein 1:1 (0:1) und steht im zweiten Spiel gegen den Iran schon unter Druck. Die Ägypter mit dem scheidenden Liverpool-Profi Mohamed Salah und dem Ex-Frankfurter Omar Marmoush verpassten zwar den historischen Erfolg, haben vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Neuseeland aber beste Aussichten aufs Weiterkommen. Emam Ashour (19. Minute) traf vor 66.775 Zuschauern in der Mittagshitze zur Führung der Nordafrikaner. Der Ausgleich fiel durch ein Eigentor von Mohamed Hany (66.), der massiv vom unmittelbar zuvor eingewechselten Romelu Lukaku in der Mitte bedrängt wurde.
Nur 0:0: Kap Verde schockt Spanien bei Yamal-Comeback
Yamal zurück, aber Spaniens Angriff bleibt blass: Kap Verdes Keeper wächst über sich hinaus, während die Fans im Stadion die Show übernehmen. Blamage beim Comeback von Lamine Yamal: Favorit Spanien hat die erste große WM-Überraschung hinnehmen müssen und ist mit einem 0:0 gegen Außenseiter Kap Verde ins Turnier gestolpert. Vor 67.640 Fans war der Europameister in Atlanta zwar überlegen, doch vor dem Tor fast komplett harmlos. Auch der lange verletzte und spät eingewechselte Jungstar Yamal traf nicht. Vor vier Jahren war Spanien noch mit einem 7:0 gegen Costa Rica in die WM gestartet. Spanien ging zwar als einer der großen Favoriten, aber eben auch mit einigen schwachen Statistiken ins erste Spiel. Seit dem Titel 2010 ist das Team nie über das Achtelfinale hinausgekommen. Noch schlimmer sieht die Eröffnungsbilanz aus: Von 16 Auftaktspielen bei einer Fußball-WM gewannen die Spanier nur fünf.
„Gekratzt oder gebissen“: Blutendes Ohr bei Schweden-Trainer
Ob der Jubel über die 5:1-Gala zum WM-Start gegen Tunesien zu heftig ausfiel? Auf jeden Fall war bei Schwedens Fußball-Nationaltrainer Graham Potter hinterher eine blutende Wunde am rechten Ohr zu erkennen. „Ich weiß nicht, was passiert ist“, sagte der 51 Jahre alte Engländer dazu laut schwedischen Medien und ergänzte scherzhaft: „Jemand hat mich gekratzt. Oder gebissen. Ich muss mir die Videoaufnahmen ansehen.“ Potter hatte schon vor dem ersten Spiel für Aufsehen gesorgt, als er bei einem Training in Dallas mit einem Cowboy-Hut erschien. „Da ist ein neuer Sheriff in der Stadt“, schrieb der schwedische Verband zu einem entsprechenden Video auf der Plattform X. Das hatte der Coach, der das Team erst im Oktober des Vorjahres übernommen hatte, im Falle einer WM-Qualifikation angekündigt.
Das bringt der morgige WM-Tag: Start für Topfavorit und heikler Auftritt in Los Angeles
Am sechsten Tag der Fußball-Weltmeisterschaft steigen auch Kylian Mbappé und seine Kollegen ins Turnier ein. Topfavorit Frankreich bestreitet in Gruppe I sein erstes Spiel. Im Fokus steht aber auch die erste Partie des Iran inmitten der politischen Turbulenzen mit den USA. Insgesamt stehen am Dienstag drei Spiele auf dem Programm.
- 0 Uhr, Saudi-Arabien - Uruguay (ZDF und MagentaTV): Einen Tag nach Europameister Spanien bestreiten auch Saudi-Arabien und Uruguay ihr erstes Spiel in der Gruppe H. Der zweimalige Weltmeister aus Südamerika trifft in Miami auf einen Favoritenschreck: Vor vier Jahren in Katar düpierte Saudi-Arabien im Auftaktspiel den späteren Titelträger Argentinien mit einem 2:1.
- 3 Uhr, Iran - Neuseeland (ZDF und MagentaTV): Trotz der Übereinkunft zwischen den USA und dem Iran über ein Ende des Krieges birgt der erste Auftritt des Teams von Trainer Amir Ghalenoei politische Brisanz. Nachdem der Iran sein Trainingscamp aus den USA nach Mexiko verlagern musste, spielt die Mannschaft um Kapitän Mehdi Taremi in Inglewood bei Los Angeles gegen Neuseeland. Ungeachtet der Turbulenzen wollen die „Kiwis“ in Gruppe G bei ihrer dritten WM-Teilnahme erstmals einen Sieg feiern.
- 21 Uhr, Frankreich - Senegal (MagentaTV): Der große Turnierfavorit startet in Gruppe I in New York gegen den Senegal. Mit dem Trio Kylian Mbappé von Real Madrid, Ousmane Dembélé von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain und Michael Olise vom FC Bayern München scheint ein Offensivspektakel programmiert. Zur WM-Generalprobe gab es jüngst ein 3:1 gegen Nordirland.
Wende bei WM: Irans Profis dürfen in den USA übernachten
Die iranischen Fußballer dürfen bei der WM in Amerika doch in den USA übernachten. Dies bestätigte der iranische Verband am Tag der Auftaktpartie gegen Neuseeland der Nachrichtenagentur dpa. Ursprünglich war geplant, dass das Team um Angreifer Mehdi Taremi erst am Spieltag in die USA reist und direkt nach dem Spiel wieder ins Teamquartier ins mexikanische Tijuana zurückreist. Doch die Mannschaft flog bereits am Vortag geschlossen nach Inglewood in den USA, wo am Dienstag (3 Uhr MESZ) das erste WM-Spiel gegen Neuseeland steigt. Der iranische Verband verbreitete Fotos seiner Fußballer beim Aussteigen aus einem Flugzeug. Infolge des Krieges und der politischen Spannungen mit den USA hatte Iran sein WM-Quartier aus Arizona nach Mexiko verlegt. Das zweite Vorrundenspiel gegen Belgien findet ebenfalls in Inglewood statt, bevor der Gruppenabschluss in Seattle gegen Ägypten steigt. Auch für diese Partien sollen Irans Profis am Vortag in den Spielort reisen. Eine brisante Konstellation ist im Sechzehntelfinale möglich: Werden der Iran und die USA jeweils Gruppenzweiter, käme es im texanischen Arlington zum direkten Duell.
Zlatan Ibrahimovic verpasst Schweden-Gala für Käfigkampf
Käfigkampf vor dem Weißen Haus statt Schwedens WM-Auftaktgala in Monterrey: Fußball-Ikone Zlatan Ibrahimovic hat mit seinem Verhalten mal wieder für Schlagzeilen in der Heimat gesorgt. „Zlatan lässt Schweden links liegen – und taucht bei UFC-Event auf“, schrieb die schwedische Zeitung „Expressen“. Der Rekordtorschütze der schwedischen Nationalmannschaft wohnte dem umstrittenen Kampfsportspektakel der Profiliga Ultimate Fighting Championship (UFC) direkt vor dem Weißen Haus als Zuschauer bei. Auch US-Präsident Donald Trump verfolgte das Event am Abend seines 80. Geburtstags. Die 5:1-Gala der Schweden gegen Tunesien im mexikanischen Monterrey konnte sich Ex-Profi Ibrahimovic, der während der WM als Experte des Senders Fox arbeitet, so live vor Ort nicht anschauen. Innerhalb des Teams kam das scheinbar nicht so gut an. „Er hätte unser Spiel priorisieren müssen“, zitierte „Expressen“ den Mittelfeldspieler Jesper Karlström. Teamkollege Anthony Elanga meinte: „Er kann tun, was immer er will. Wir sind alle glücklich, dass wir gewonnen haben und werden uns hoffentlich auf die nächsten Wochen fokussieren können.“ Doch Ibrahimovic hat es noch nie gekümmert, was andere über ihn denken. Er hatte seinen Spaß beim Käfigkampf. „Ich meine, das ist etwas, das ich niemals erwartet hätte. Aber es ist einfach großartig“, sagte er in einem von der UFC in den sozialen Medien veröffentlichten Video.
Tunesiens Trainer nach WM-Auftaktpleite vor dem Rauswurf
Schnelles Aus nach derber Pleite? Nur einen Tag nach dem 1:5 im WM-Auftaktspiel in Monterrey gegen Schweden steht Tunesiens Nationaltrainer vor dem Rauswurf. Nach dpa-Informationen war das erste Spiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft wohl schon das letzte für Sabri Lamouchi. Die Entscheidung soll auf einer Dringlichkeitssitzung der Verbandsspitze getroffen worden sein. Nachfolger soll demnach Mondher Kbaier werden, der bereits in Mexiko weilt. Das Team um die Bundesliga-Profis Rani Khedira (1. FC Union) und Ellyes Skhiri (Eintracht Frankfurt) war gegen Schweden weitgehend chancenlos geblieben. Im mexikanischen Monterrey erzielten Yasin Ayari in der 7. Minute und in der Nachspielzeit (90.+6), Alexander Isak (30.), Viktor Gyökeres (59.) und Mattias Svanberg die Tore für die Skandinavier. Omar Rekik traf für Tunesien (43.). Die herbe Niederlage war offenkundig zu viel für den 54 Jahre alten Lamouchi. Seit seiner Verpflichtung als Nationaltrainer Tunesiens im Januar dieses Jahres hatte es nur einen Sieg (1:0 gegen Haiti) gegeben. In der Vorbereitung auf die WM verlor das Team des früheren französischen Nationalspielers mit 0:1 gegen Österreich sowie bei der Generalprobe mit 0:5 gegen Belgien.
Mit Katy Perry beim US-Spiel statt beim Kanada-Auftakt: Ex-Premier Trudeau rechtfertigt sich mit „Boyfriend-Pflicht“
Kanadas Ex-Premierminister Justin Trudeau (54) fehlte bei Kanadas WM-Auftaktspiel im Stadion und hat sich nun gegen die massive Kritik daran gewehrt. „Manchmal rufen halt die Pflichten als unterstützender Boyfriend“, schrieb er am Sonntag (Ortszeit) auf der Plattform X. Trudeau hatte seine Partnerin, US-Popstar Katy Perry (41) am Freitag zum Spiel der USA gegen Paraguay (4:1) in Los Angeles begleitet, wo diese bei der Eröffnungszeremonie auftrat. „Aber ihr wisst ja, wem ich den Pokal gönne“, schrieb Trudeau, begleitet von einem Emoji der kanadischen Flagge. Kanada hatte ebenfalls am Freitag in Toronto seine erste WM-Partie gegen Bosnien-Herzegowina gespielt (1:1). Sängerin Perry spielte in einem Post auf Instagram ebenfalls auf die Zwickmühle ihres Partners an. Auf ihrem silbernen, paillettenbesetzten Kleid trug sie in einem Video eine Anstecknadel mit der kanadischen und der US-amerikanischen Flagge. „Das ist nicht nur eine Anstecknadel, sondern ein Lebensstil“, sagte die Sängerin in dem Video. Perry und Trudeau hatten ihre Beziehung im vergangenen Jahr öffentlich gemacht. Der ehemalige kanadische Premierminister hatte 2023 die Trennung von Sophie Grégoire nach rund 18 Jahren Ehe bekanntgegeben. Sie haben drei gemeinsame Kinder. Perry war zuvor mit dem britischen Schauspieler Orlando Bloom zusammen gewesen und hat eine Tochter mit ihm.
FC Bayern einig mit WM-Star? Vertrag bis 2031 im Gespräch
Der FC Bayern München steht laut Spekulationen kurz vor einer Verpflichtung von Marokkos WM-Star Ismael Saibari. Laut „Bild“, Sky und Transferexperte Fabrizio Romano hat der deutsche Fußball-Rekordmeister eine Einigung mit der PSV Eindhoven erzielt. Im Gespräch ist eine Ablöse von rund 55 Millionen Euro. Demnach kann der Wechsel nun vollzogen werden. Der Mittelfeldspieler selbst soll sich zuvor schon mit den Münchnern über einen künftigen Vertrag bis 2031 geeinigt haben. Saibari war bei der Fußball-Weltmeisterschaft durch seinen Treffer gegen Brasilien (1:1) in den internationalen Fokus gerückt. Die Münchner sollen bereits vor einiger Zeit ihr Interesse signalisiert haben. Um den Transfer zeitnah zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, soll der Medizincheck wohl noch während der WM in Nordamerika stattfinden. Bayern-Arzt Jochen Hahne ist momentan als Arzt der deutschen Nationalmannschaft ohnehin in den Staaten und könnte die Saibari-Untersuchung vor Ort übernehmen. Saibari hatte maßgeblichen Anteil am dritten Meistertitel der PSV in Serie, der 25-Jährige wurde auch zum Spieler des Jahres der Eredivisie gewählt. 2025 gewann er mit Marokko die Afrikameisterschaft. Sein Vertrag in Eindhoven ist bis Mitte 2029 gültig.
Klopp mit Entschuldigung an Nagelsmann: Hätte mir „aufs Maul hauen können“
Jürgen Klopp hat sich nach dem ungefährdeten Auftakterfolg bei der Weltmeisterschaft bei Bundestrainer Julian Nagelsmann für seine Aussage als TV-Experte entschuldigt. „Ich hätte mir dafür aufs Maul hauen können, aber das war schon zu spät und ich war im Fernsehen. Das ist flapsig rausgerutscht“, sagte Klopp nach dem 7:1 gegen Curaçao bei Magenta TV. Der frühere Weltklasse-Trainer hatte gemeinsam mit Thomas Müller beim WM-Eröffnungsspiel für Aufsehen gesorgt. Als es um die deutsche Aufstellung gegen Curaçao gegangen war, meinte Klopp: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf“ - und schob dann ein „noch“ hinterher. Dies sei nun sein „Unwort des Jahres“, meinte Klopp. „Das hat gar keine Relevanz. Da hoffe ich, dass das alle da draußen verstehen“, sagte Klopp in Richtung Nagelsmann, der ihm zuhörte und lächelte. Die beiden Fachmänner seien auf Nagelsmanns Seite, betonte Klopp. Anschließend klatschten sich die beiden ab und Nagelsmann verließ die Interviewsituation. Der Bundestrainer hatte bereits vor dem Anpfiff Gelassenheit demonstriert. „Am Ende ist es mein Job jetzt, die Mannschaft so einzustellen, dass wir ein gutes Turnier spielen. Und wir dann auch in der Lage sind, nach der WM weiterhin gute Spiele zu machen“, hatte Nagelsmann in der ARD erklärt.
Uninteressante Spiele wegen XXL-WM? Verbände wehren sich
Fußballverbände aus Afrika, Asien und der Karibik haben Kritik von UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin an der Weltmeisterschaft mit 48 Nationen wegen „uninteressanter Spiele“ zurückgewiesen. „Für unsere Länder ist kein WM-Spiel bedeutungslos“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Senegal, Kap Verde, Curaçao, Usbekistan, Haiti und der Demokratischen Republik Kongo sowie deren Unterstützer Algerien, Tunesien, Marokko, Ägypten, Ghana, Elfenbeinküste und Südafrika. Damit reagierten die WM-Teilnehmer auf Aussagen von Ceferin. Der Slowene hatte jüngst auf einer Pressekonferenz in Ljubljana erklärt, dass die Ausweitung der WM auf 48 Teilnehmer dem Fußball nicht guttue, weil „viele Spiele völlig uninteressant“ seien.
Starke TV-Quote beim deutschen WM-Auftaktsieg
Das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM hat der ARD eine starke Quote beschert. Das 7:1 des Teams von Bundestrainer Julian Nagelsmann gegen Curaçao verfolgten laut AGF Videoforschung im Schnitt 23,427 Millionen Menschen im Ersten. Der Marktanteil lag bei 70,2 Prozent. Parallel zu dem öffentlich-rechtlichen Sender übertrug auch MagentaTV das Spiel in Houston. Die Telekom veröffentlicht für ihren Streamingdienst keine Einschaltquoten. Schon für den einstündigen Vorlauf am Sonntagabend hatten 11,476 Millionen Interessierte die ARD eingeschaltet. Sie sorgten für einen Marktanteil von 48,1 Prozent. Damit setzte sich der gute Quoten-Trend seit Beginn der Weltmeisterschaft in Mexiko, den USA und Kanada fort. Bereits das Interesse am Eröffnungsspiel am Donnerstagabend war groß. Im Schnitt hatten 10,038 Millionen Zuschauer im ZDF die Partie von Co-Gastgeber Mexiko gegen Südafrika (2:0) gesehen. Das entsprach einem Marktanteil von 46,5 Prozent. Auch am Freitag und am Samstag hatten die ARD und das ZDF mit ihren Übertragungen um die sieben Millionen Menschen und mehr erreicht.
Isak und Gyökeres treffen: Schweden deklassiert Tunesien
Mit Spielfreude und einem überzeugenden Sieg gegen Tunesien ist Schweden auf die WM-Bühne zurückgekehrt. Die Mannschaft um die Star-Stürmer Viktor Gyökeres vom FC Arsenal und Liverpools Alexander Isak bezwang die Nordafrikaner verdient mit 5:1 (2:1). Im mexikanischen Monterrey erzielten Yasin Ayari in der 7. Minute und in der Nachspielzeit (90.+6), Isak (30.), Gyökeres (59.) und Mattias Svanberg in der Schlussphase die Tore für die Skandinavier. Sie waren 2018 in Russland letztmals bei einer Weltmeisterschafts-Endrunde dabei. Omar Rekik traf für Tunesien (43.).
Niederlande zum Auftakt nur Remis
Trotz zweimaliger Führung reichte es für die Niederlande zum WM-Auftakt nicht zu einem Sieg. Die Oranje-Auswahl musste sich gegen Japan mit einem 2:2 (0:0) begnügen. Kapitän Virgil van Dijk (50. Minute) und Crysencio Summerville (64.) trafen für das Team von Bondscoach Ronald Koeman. Keito Nakamura (57.) und der Ex-Frankfurter Daichi Kamada (89.) glichen zweimal aus. „Leider haben wir heute nicht gewonnen, aber das werden wir im nächsten Spiel nachholen“, versprach Abwehrchef van Dijk. In ihrer zweiten Vorrundenbegegnung in der Gruppe F treffen die Niederländer am kommenden Samstag auf Schweden. Japan bekommt es mit Tunesien zu tun.
Elfenbeinküste siegt gegen Ecuador
Die Elfenbeinküste bejubelt im Duell der deutschen Gruppengegner einen späten 1:0-Sieg gegen Ecuador. Joker Amad Diallo traf in der 90. Minute für die Westafrikaner und entschied damit eine rasante Partie mit zahlreichen Aluminiumtreffern. Vor 68.274 Zuschauern in Philadelphia hatten die Ivorer, die am kommenden Samstag in Toronto die DFB-Auswahl fordern, gleich dreimal Glück. Der in Hamburg geborene John Yeboah (16.) und Alan Minda (23.) trafen vor der Pause jeweils nur die Latte. Kurz nach dem Wechsel setzte Ecuadors Sturm-Routinier Enner Valencia den Ball an den Außenpfosten. Doch auch die Elfenbeinküste hatte gute Chancen. Ein Schuss von Elye Wahi (52.) landete ebenfalls nur an der Latte. Kurz vor Schluss sorgte Diallo dann mit einem Direktschuss ins Eck für großen Jubel.
Das schreibt die internationale Presse zum deutschen Sieg
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist mit einem deutlichen 7:1 (3:1)-Sieg gegen den krassen Außenseiter und WM-Neuling Curaçao in die Weltmeisterschaft gestartet. Das schreibt die internationale Presse zum WM-Auftakt.
- Curaçao: „Curaçao.nu“: „Historisches WM-Debüt endet mit einer deutlichen Niederlage gegen Deutschland.“
- Brasilien: „Folha de S.Paulo“: „Curaçao erzielt ein historisches Tor, doch Deutschland gewinnt erneut mit 7:1.“ „O Globo“: „„Jetzt weiß Curaçao, wie es ist“: Memes verbreiten sich viral in den sozialen Netzwerken, nachdem Deutschland gegen die Nationalmannschaft von Curaçao mit 7:1 gewonnen hat.“
- Niederlande: „De Telegraaf“: „Dick Advocaat und Curaçao erleiden trotz sensationellem Tor bei der WM 2026 eine herbe Niederlage gegen Deutschland.“ „Algemeen Dagblad“: „Das WM-Debüt von Curaçao machte, wie erwartet, deutlich, wie groß der Unterschied zwischen dem kleinen Zwerg und den Giganten des Fußballs ist. Deutschland schoss ein Tor nach dem anderen, während die Mannschaft von Nationaltrainer Dick Advocaat vor allem den Treffer des Brabanter Livano Comenencia bejubelte, der in die Geschichtsbücher eingehen wird.“
- Großbritannien: „The Sun“: „Die Teilnahme von Curaçao an seiner ersten Weltmeisterschaft ist an sich schon ein Märchen. Doch ähnlich wie bei den Brüdern Grimm, deren Sammlung deutscher Volksmärchen voller düsterer Themen war, sorgte die Mannschaft von Julian Nagelsmann dafür, dass es kein Happy End geben würde.“ „Daily Mail“: „Die WM-Außenseiter werden von Kai Havertz und Co. vernichtend geschlagen, während Julian Nagelsmanns gnadenlose Mannschaft mit einer brutalen Lektion an die kleine Karibikinsel ein deutliches Zeichen setzt.“ „The Guardian“: „Curaçao genießt seinen Moment, doch Havertz und das skrupellose Deutschland zeigen keine Gnade.“ „The Telegraph“: „Jamal Musiala bringt Kritiker Jürgen Klopp zum Schweigen, als Deutschland Curaçao vernichtend schlägt.“
- Italien: „La Gazzetta dello Sport“: „Deutschland an der Tabellenspitze: Curaçao schöpft Hoffnungen aus dem ersten WM-Tor, dann folgt eine deutsche Lawine.“ „Corriere dello Sport“: „Ein glänzender Auftakt für Deutschland bei der Fußball-WM 2026 – einer der Favoriten auf den Weltmeistertitel: Mit einem Kantersieg endet das erste Spiel der Gruppe E für Nagelsmanns Team, das die Nationalmannschaft von Advocaat überrollt.“
- Frankreich: „L'Equipe“: „Deutschland hat bei seinem Auftaktspiel zur Weltmeisterschaft 2026 gegen den Neuling Curaçao leichtes Spiel.“ „Le Figaro“: „Nach einem kleinen Schreck hatte Deutschland gegen Curaçao leichtes Spiel.“ „Le Parisien“: „Trotz des historischen Treffers der Karibikinseln holt sich die Mannschaft den ersten Kantersieg der Weltmeisterschaft.“
- USA: „Washington Post“: „Havertz leitet Deutschlands 7:1-Kantersieg gegen Curaçao ein, nachdem der Außenseiter sein historisches erstes WM-Tor erzielt hatte.“
- Spanien: „Marca“: „Die Deutschen sind seit jeher dafür bekannt, dass sie die Dinge sehr ernst nehmen. Und eine Weltmeisterschaft ist eine solche Sache, vor allem, wenn man bei den letzten beiden Auflagen blamiert wurde und jeweils bereits in der Vorrunde ausgeschieden ist.“ „AS“: „Deutschland vernichtet die „Mandarina Mecánica“ („Uhrwerk-Oranje“). Curaçaos WM-Debüt endete erwartungsgemäß mit einer deutlichen Niederlage, auch wenn Comenencias Ausgleichstreffer in die Geschichte eingehen wird. Glückwunsch an die Mannschaft!“
DFB gewinnt WM-Auftakt
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist mit einem deutlichen Sieg in die WM gestartet. Das Team von Julian Nagelsmann gewann in Houston gegen den WM-Neuling Curaçao mit 7:1. Die Tore erzielten Felix Nmecha, Nico Schlotterbeck, Jamal Musiala, Nathaniel Brown, Deniz Undav und zweimal Kai Havertz.
DFB-Team startet gegen Curaçao
Der vierte Tag bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat es in sich: Gleich fünf Spiele in vier Gruppen stehen heute auf dem Programm. Im Fokus steht die deutsche Nationalmannschaft. Zum Turniereinstand trifft das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann um 19.00 Uhr (MESZ) auf WM-Neuling Curaçao. Nagelsmann bestätigte vor dem Anpfiff das Länderspiel-Comeback von Deutschlands Rekordtorhüter Manuel Neuer im ersten WM-Spiel gegen Curaçao. Die Partie am heutigen Abend in Houston gegen die erstmals für eine WM-Endrunde qualifizierten Fußballer aus der Karibik verglich der Bundestrainer sportlich mit „einem DFB-Pokalspiel“ und der Situation „David gegen Goliath“. Der viermalige Weltmeister Deutschland ist im heißen Texas im überdachten und klimatisierten NRG Stadium haushoher Favorit gegen das weitgehend niederländisch geprägte No-Name-Team von Curaçao. Nagelsmanns erklärtes Ziel in seinem ersten WM-Spiel als Trainer sind „die ersten drei Punkte“. Die weiteren Gruppengegner sind die Elfenbeinküste und Ecuador.
Dank Vinícius Júnior wendet Brasilien Fehlstart ab – Partie endet 1:1
Ein Traumtor von Vinícius Júnior hat Rekordtitelträger Brasilien vor einem Fehlstart in die Fußball-Weltmeisterschaft bewahrt. Der Offensivstar von Real Madrid erzielte beim 1:1 (1:1) gegen Marokko in East Rutherford in der 32. Minute den Ausgleich. Der vom FC Bayern umworbene Ismael Saibari hatte Afrikameister Marokko zuvor in Führung gebracht (21.).
Unentschieden in der Nachspielzeit: Schweiz nur 1:1 gegen Katar
Die Schweiz ist mit einem späten Tiefschlag und einer großen Enttäuschung in die Fußball-Weltmeisterschaft gestartet. Die mit zahlreichen aktuellen oder ehemaligen Bundesligaprofis besetzte Mannschaft von Trainer Murat Yakin kam gegen den krassen Außenseiter Katar zum Auftakt nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion brachte Breel Embolo die Schweiz zunächst in Führung (17. Minute/Foulelfmeter). Boualem Khoukhi (90.+5) glich für Katar jedoch noch aus. Für das vom Spanier Julen Lopetegui gecoachte Team war es bei der zweiten WM-Teilnahme der erste Punkt.
WM-Hype um US-Team: Ticketpreise schießen nach 4:1 nach oben
Kurz nach dem höchsten Sieg einer US-Männer-Nationalmannschaft bei einer Fußball-WM sind die Ticketpreise für die weiteren Vorrundenspiele mit Beteiligung der USA sprunghaft gestiegen. Wie aus Daten der Plattform TicketData, die Preise bei verschiedenen Ticket-Drittanbietern vergleicht, vom Samstag hervorgeht, kosten die günstigsten Eintrittskarten für das kommende US-Gruppenspiel gegen Australien am Freitag in Seattle 1.908 Dollar (rund 1.650 Euro). Im Vergleich zu vor drei Tagen stiegen die Preise nach dem 4:1 des US-Teams gegen Paraguay demnach um 77 Prozent. Noch heftiger fiel der Anstieg für das USA-Spiel am 26. Juni in Inglewood bei Los Angeles gegen die Türkei aus. Um satte 90 Prozent ging es im Drei-Tages-Vergleich auf 1.656 Dollar. Drei Stunden vor dem Anpfiff des ersten Spiels der USA am Freitag hatte der Preis für das Türkei-Spiel noch bei 1.086 Dollar gelegen, wie „The Athletic“ berichtete.



