Lukaschenko ruft Russland und Ukraine zu Kompromissen auf
Lukaschenko: Kompromisse nötig im Ukraine-Krieg

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat Russland und die Ukraine zu Kompromissbereitschaft aufgerufen, um den seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg zu beenden. In einem Interview mit dem Fernsehsender „Al Arabiya“ erklärte der enge Verbündete des russischen Präsidenten Wladimir Putin, ein militärischer Sieg sei für beide Seiten unrealistisch. Zwar rückten die russischen Truppen weiter vor, jedoch litten beide Kriegsparteien unter einem Mangel an Soldaten.

Lukaschenko beschwichtigt Ukraine

Lukaschenko betonte, dass die Ukraine von Belarus nichts zu befürchten habe. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj angedeutet, dass neue russische Angriffe von belarussischem Gebiet aus erfolgen könnten. Belarus hatte Russland im Jahr 2022 den Einmarsch in die Ukraine über sein Territorium gestattet und die Stationierung russischer Atomwaffen geduldet.

Trump versucht sich als Vermittler

US-Präsident Donald Trump hat nach eigener Aussage getrennte Telefonate mit Putin und Selenskyj geführt. Die Gespräche am Sonntag seien „sehr gut“ gewesen, sagte Trump am Montag beim G7-Gipfel im französischen Evian. „Vielleicht können wir was machen“, so Trump ohne Details zu nennen. „Sie sind beide offen dafür.“

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Im seit mehr als vier Jahre andauernden Ukrainekrieg sind Vermittlungsversuche bislang gescheitert. Trump ist immer wieder vorgeworfen worden, in dem Konflikt Russland-freundliche Positionen zu vertreten. Vor der US-Präsidentschaftswahl 2024 hatte Trump im Wahlkampf gesagt, er könne den Ukrainekrieg „binnen 24 Stunden“ beenden.

Selenskyj für persönliches Treffen mit Putin in den USA

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge Trump vorgeschlagen, Kremlchef Putin in den USA zu einem Gespräch zu treffen. „Gestern haben wir mit Präsident Trump besprochen, dass ein solches Treffen in den USA organisiert werden könnte“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft auf X. Ein solches Treffen könnte nach Selenskyjs Worten in einem Format erfolgen, „das es Putin deutlich schwerer machen würde abzulehnen“. Man werde sehen, was dabei herauskomme, fügte der ukrainische Präsident hinzu.

Selenskyj hatte bereits zuvor persönliche Treffen mit Putin vorgeschlagen, um über ein Ende des Krieges zu verhandeln. Für den Kreml kommt ein solches Treffen nur in Moskau infrage, was der ukrainische Präsident ablehnt. Zuvor hatte Selenskyj mitgeteilt, Putin habe einen Vorschlag für ein Treffen am Rande des G7-Gipfels abgelehnt. Moskau habe „einmal mehr gezeigt, dass es nicht bereit ist, darüber zu sprechen“, erklärte Selenskyj. Putin betonte Anfang dieses Monats, er sehe „keinen Sinn“ in einem Treffen mit Selenskyj, solange kein Friedensabkommen vorliege.

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