Die SpVgg Greuther Fürth steht vor dem 276. Frankenderby am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg als Tabellenvorletzter der 2. Liga mitten im Abstiegskampf. Doch für Trainer Heiko Vogel (50) spielt die Tabellensituation vor dem prestigeträchtigen Nachbarschaftsduell nur eine untergeordnete Rolle.
Derby schreibt eigene Gesetze
„Das Derby schreibt seine eigenen Gesetze“, betont Vogel. „Es sind immer zwei absolut besondere und wichtige Spiele, unabhängig von der Tabellensituation. Deswegen fällt es sehr viel einfacher als sonst, die Tabellenkonstellation auszublenden.“ Der 50-Jährige sieht die Partie gegen den Club als etwas ganz Besonderes an, das über den Ligaalltag hinausgeht.
Titeljagd statt Abstiegskampf
Der Kleeblatt-Coach ruft das Derby für sich und sein Team deshalb zu einer Art Pokalendspiel aus: „Für mich geht es um einen Titel. Wenn ich jetzt im Rückspiel den Derbysieg klarmachen kann, dann sind wir ein Jahr lang Derbysieger. Das ist für mich ein Titel.“ Das Hinspiel endete 2:2, sodass im Rückspiel alles offen ist. Entsprechend angriffslustig will Vogel mit seinem Team auftreten.
Zu der geplanten Marschroute im Derby sagt er: „Auf Krawall gebürstet. Das ist so zu verstehen, dass wir mit allen Mitteln versuchen werden, dieses Spiel zu gewinnen.“ Gleiches erwartet Fürths Trainer aber auch vom Gegner: „Ich glaube, dass das die andere Mannschaft auch so sieht. Wer Miro Klose kennt, der weiß, dass er auch sehr, sehr ehrgeizig ist. Und dementsprechend erwarte ich auch seine Mannschaft.“
Druck durch Abstiegskampf
So ganz ohne Blick auf die Tabelle geht es für Vogel dann aber doch nicht: „Für mich ist die Ausgangsposition eindeutig. Wir brauchen die Punkte, wir brauchen den Sieg.“ Sonst könnte das 276. Frankenderby wegen eines Fürther Abstiegs das vorerst letzte sein. Die Mannschaft ist sich der Bedeutung bewusst und will alles daransetzen, die Punkte in Fürth zu behalten.



