Wechselverbot für Hertha-Star trotz Millionenangeboten
Wechselverbot für Hertha-Star trotz Angeboten

Trotz konkreter Angebote aus dem In- und Ausland: Hertha BSC hat einem seiner Leistungsträger ein klares Wechselverbot erteilt. Der Klub aus der Hauptstadt steht unter enormem finanziellen Druck und muss dringend Spieler verkaufen, um einen Transferüberschuss von mindestens 15 Millionen Euro zu erzielen. Während mit Torwart Tjark Eichhorn bereits ein erster Abgang fix ist und Offensivspieler Fabian Reese kurz vor dem Wechsel steht, soll ein dritter Star die Mannschaft unter keinen Umständen verlassen dürfen.

Wer ist der Spieler?

Wie BILD exklusiv erfuhr, handelt es sich um Außenverteidiger Jonjoe Kenny. Der 29-jährige Engländer, der 2022 von Celtic Glasgow zu Hertha kam, hat sich in den vergangenen zwei Jahren zu einer unverzichtbaren Stütze im Team von Cheftrainer Cristian Fiél entwickelt. Kenny bestritt in der abgelaufenen Zweitliga-Saison 30 Pflichtspiele, erzielte drei Tore und bereitete sieben Treffer vor. Seine konstant guten Leistungen haben das Interesse mehrerer Vereine geweckt, darunter ein Klub aus der englischen Premier League, der bereits ein konkretes Angebot in Höhe von rund 4 Millionen Euro vorgelegt haben soll.

Warum das Wechselverbot?

Die Verantwortlichen um Sportdirektor Benjamin Weber sehen in Kenny einen absoluten Schlüsselspieler, der in der kommenden Saison eine entscheidende Rolle im Kampf um den Aufstieg spielen soll. „Jonjoe ist für uns sportlich nicht zu ersetzen. Wir planen fest mit ihm und haben ihm daher deutlich gemacht, dass ein Wechsel in diesem Sommer nicht infrage kommt“, sagte Weber auf Nachfrage. Zudem sei man sich bewusst, dass ein Abgang Kennys die Chancen auf eine sofortige Rückkehr in die Bundesliga massiv gefährden würde. Die Ablösesumme, die andere Klubs bieten, sei zudem nicht ausreichend, um den sportlichen Verlust zu kompensieren.

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Finanzielle Zwänge

Trotz des Wechselverbots für Kenny bleibt die finanzielle Lage bei Hertha angespannt. Der Klub muss bis zum Ende der Transferperiode mindestens 15 Millionen Euro durch Spielerverkäufe einnehmen, um die Lizenzauflagen zu erfüllen und den Etat zu stabilisieren. Mit Eichhorn (zu einem Zweitligisten) und Reese (wohl zu einem Aufsteiger) sind die ersten beiden Abgänge bereits eingetütet. Weitere Verkäufe, etwa von Mittelfeldspieler Pascal Klemens oder Stürmer Derry Scherhant, werden nicht ausgeschlossen. Kenny jedoch bleibt tabu – sehr zum Unmut des Spielers, der sich durchaus einen Wechsel in die Premier League hätte vorstellen können.

Reaktionen und Ausblick

In der Kabine soll die Entscheidung für Verständnis, aber auch für Enttäuschung gesorgt haben. Kenny selbst äußerte sich bislang nicht öffentlich. Am Rande des Trainingslagers in Österreich ließ er jedoch durchblicken, dass er die Entscheidung akzeptiere, aber hoffe, dass der Klub im Winter noch einmal auf ihn zukomme, falls ein passendes Angebot eintreffe. Für Hertha steht nun fest: Mit Kenny in der Startelf soll der Aufstieg gelingen – koste es, was es wolle.

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