Putins Machterhalt: Eine ungeschriebene Regel bewahrt den Kremlchef vor dem Aufstand
Der Kremlchef wirkt so schwach wie selten zuvor: Herbe Kriegsverluste in der Ukraine, interne Kritik aus den eigenen Reihen und eine schwächelnde Wirtschaft setzen Wladimir Putin zu. Dennoch zeichnet sich kein Putsch ab, wie Experten analysieren. Eine ungeschriebene Regel innerhalb der russischen Elite schützt den Präsidenten vor einem Aufstand.
Nabiullinas Abwesenheit sorgt für Aufsehen
Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Tage fehlte Elwira Nabiullina bei einem wichtigen Wirtschaftstreffen des Kremls. Am vergangenen Mittwoch beriet sich Putin mit Regierungsmitgliedern über mögliche Zinssenkungen – eine Sitzung, bei der die Chefin der russischen Zentralbank eigentlich hätte dabei sein müssen. Ihre Abwesenheit nährt Spekulationen über Spannungen innerhalb der Machtstruktur.
Doch trotz solcher Anzeichen bleibt das System stabil. Die russische Elite, so die Analyse, halte an einer ungeschriebenen Regel fest: Loyalität gegenüber dem Führer sichert den eigenen Machterhalt. Solange Putin die Kontrolle über die Sicherheitsapparate und die Verteilung von Ressourcen behält, sei ein Putsch unwahrscheinlich.
Die wirtschaftlichen Probleme und die hohen Verluste an der Front schwächen Putin zwar, aber die Eliten sehen keine Alternative zu ihm. Ein Sturz des Präsidenten würde das gesamte System gefährden und die eigene Position der Mächtigen in Frage stellen. Daher bleibt die Unterstützung für Putin trotz aller Krisen bestehen.



